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Vinothek
in Klosterneuburg
Planer: DI Franz Gerhard Schnögass
Einerseits war der Wunsch des Eigentümers des Chorherrenstiftes in Klosterneuburg, das sehr alte und denkmalpflegerisch bedeutende, seit langer Zeit jedoch leerstehende Gebäude zu sanieren. Andererseits sollte eine zentrale Verwaltung der Stifts-Weinkellerei etabliert werden. Zusätzlich verlangte der Bauherr, im Zuge der Sanierungs- und Ausbauarbeiten den bestehenden Gewölbekeller im Untergeschoß zu einer Vinothek umzugestalten. An diese sollte auf gleicher Ebene ein Flaschenlager angeschlossen sein. Bei der Lösung der gestellten Aufgabe galt es, das bereits um 1300 urkundlich erwähnte und 1433 in den Besitz der angesehenen Klosterneuburger Familie Müstinger übergegangene Bauwerk mit großer Sensibilität in seiner alten Struktur und seinem ursprünglichen Charakter zu erhalten aber dennoch seiner neuen Bestimmung entsprechend zu sanieren und auszubauen. Beim Entwurf wurde klar auf historisierende Ansätze in der Gestaltung verzichtet. Um den Respekt vor dem alten Gebäude zu demonstrieren und den Bestand deutlich von den Zubauten hervorzuheben, wurden alle neuen Gebäudeteile durch transparente Anschlüsse aus Glas abgesetzt. Zeitgemäße Materialien wie Beton, Stahl und Glas haben sich am besten als Medium geeignet, Spannung zu den alten Gemäuern zu schaffen. Diese Linie wurde in allen Bereichen der neuen Zubauten fortgesetzt und beibehalten. Somit ist es nicht nur gelungen, zeitgemäße Funktionen durch denkmalpflegerisch und architektonisch abgestimmte Maßnahmen in das Gebäude zu integrieren, sondern auch eines der ältesten Gebäude Klosterneuburgs mit großer geschichtlicher als auch städtebaulicher Bedeutung zu erhalten.
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