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Beinahe 30 Jahre lang hat er maßgeblich am Erfolg von „NÖ gestalten“ mitgearbeitet, mit 1. Juni hat er sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen. Die Rede ist von DI Peter Obleser, der 1978 in den Landesdienst eintrat und ab 1979 in der Baudirektion tätig war. Gemeinsam mit Fritz Fischer sorgte Obleser für die Umsetzung des Landtagsbeschlusses „Schöneres Bauen“ und entwickelte die Strukturen für die Ortsbild-Aktion „Niederösterreich schön erhalten – schöner gestalten“. Nach der Pensionierung Fischers wurde ihm die Leitung der Abteilung „Ortsbildpflege NÖ“ übertragen. Unter seiner Führung kam es zu zahlreichen Änderungen und auch zu einer Neupositionierung, die mit der Verkürzung des Namens zu „NÖ gestalten“ den zukunftsgerichteten Aspekt deutlich betont. Er gründete die NÖ Gestaltungsakademie, in deren Rahmen jährlich mehr als 3.000 Laien und Fachleute ihr Wissen erweitern. Bei den von ihm geleiteten Seminaren kam ihm dabei nicht nur sein fundiertes Fachwissen, sondern auch sein rhetorisches Können und seine Präsentationstechnik zu Gute. Seine pointierten Formulierungen und sein Wissen waren nicht nur in NÖ gefragt: Auch in anderen Bundesländern und im Ausland war er ein beliebter Referent und Vortragender an Universitäten, bei Fachenqueten oder auch im Rahmen von Gemeindeversammlungen. Beispiellos in der Kommunikation zwischen Land und Gemeindevertretern ist das von ihm initiierte „Bürgermeisterfrühstück“, bei dem es zu einem Erfahrungs- und Informationsaustausch in einem informellen Rahmen kommt. Das von Peter Obleser entwickelte Konzept der „intelligenten Siedlung“ zeichnet sich durch eine hohe gestalterische Qualität aus (Schaffung von Räumen, Trennung von Privat und Öffentlich) und bildet gleichzeitig die Grundlage für ein sonnenoptimiertes Bauen. Dieses Konzept wird bereits in einigen Gemeinden umgesetzt und signalisiert eine Abkehr vom Prinzip der monotonen Rastersiedlung. Seiner kreativen und innovativen Art verdanken wir unter anderen den „Sonnengucker“ (einen Ausschneidebogen zum Bestimmen der Sonneneinstrahlung auf einem Grundstück) oder maßgebliche Impulse zur Entwicklung eines Strukturplans (als vielleicht künftige Alternative zum derzeitigen Bebauungsplan, dessen Schwächen er ausmerzen soll). Und nicht zuletzt begleitete er die Broschüre „NÖ gestalten“ von Ausgabe 1 bis zu Ausgabe 127 und war maßgeblich daran beteiligt, dass sich diese Broschüren-Reihe als erfolgreichste und meistgelesene Landes-Publikation weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus einer ungebrochenen Beliebtheit erfreut und ständig neue Abonnenten dazu gewinnt. Es ist zu bezweifeln, dass Peter Obleser in seinem Ruhestand viele Mußestunden vorgesehen hat. Vielmehr wird er nun endlich Gelegenheit haben, sich seinen stets zu kurz gekommenen Hobbys zu widmen: dem Reisen, dem Bootfahren und dem Musizieren.
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![]() DI Petra Eichlinger |
Seine Nachfolgerin ist DI Petra Eichlinger, die in Wien und in Tullnerbach aufgewachsen ist. Sie schloss 1999 das Architekturstudium an der TU Wien ab und arbeitete in Architekturbüros in Wien und Niederösterreich. Eichlinger, die schon als Kind Architektin werden wollte, über ihren Zugang zur Gestaltung: „Ein Haus ist nicht bloß ein Haus – der uns umgebende gebaute Raum ist nicht nur Ausdruck eines Lebensgefühls, sondern auch einer Grundeinstellung zum Leben selbst. So gesehen beginnt Architektur sich nicht nur auf unsere Einstellungen auszuwirken, sondern sie beeinflusst auch unsere Handlungen und damit auch die Umstände in unserem Leben.
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