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| Das Dach, ein wesentliches Element zur Gestaltung nicht nur des Hauses |
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Vor allem bei einem frei stehenden Gebäude
Schlösser haben hohe, steil aufragende
Dächer, um Macht und Dominanz zu zeigen. Aber auch bei der
Gestaltung eines Einfamilienhauses bestimmt die Dachform zu einem
wesentlichen Teil mit, ob sich das Gebäude mit Bescheidenheit und
Respekt in die Umgebung einfügt oder ob es eine optische
Sonderstellung beansprucht, die in sensiblen Bereichen (Altbestand)
jedoch problematisch sein könnte. Derzeit tobt ein erbitterter Kampf „Steildach
gegen Pultdach“, allerdings meist unter falschen Vorzeichen. Die einen
berufen sich auf Bautradition, die anderen auf Energiesparen. Beides
ist ebenso falsch wie es – bei korrekter Anwendung – richtig sein
könnte: Steildächer haben unbestritten Tradition in
unseren Breiten, jene „flachen Steildächer“, wie sie in unseren
Siedlungen zuhauf vorkommen, haben allerdings keinerlei Tradition, sie
sind eher eine Verhöhnung des traditionellen Baubestandes. Und Pultdächer haben unbestritten Vorteile
bei der Konzeption eines Hauses als „Sonnenfalle“ (sie sind vor allem
billiger), aber man kann ein Niedrigenergiehaus oder sogar ein
Passivhaus problemlos auch mit einem Steildach errichten.
Rechteck, Dreieck, Bogen Der prismatisch reinkantige Baukörper und das diesem hochbautechnisch zugeordnete Flachdach unterstützt dabei aus gestalterischer Sicht diese Haltung schlechthin, obwohl es kein alleiniges Merkmal für Gestaltqualität sein kann, sondern nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt, Volumensabschlüsse von Gebäuden zu definieren“. DI Franz Sam |
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