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| Die Veränderung als Chance zu einer Weiterentwicklung |
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Veränderungen kann man von zwei Seiten betrachten: entweder als Bedrohung des Vorhandenen oder als Chance zu einer Weiterentwicklung. Die Gemeindeverantwortlichen in unserem Land, und hier in besonderem Maße die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sind tagtäglich mit dem Thema „Veränderung“ konfrontiert, wenn es um die Gestaltung des Ortes geht. Kleine Details und große Vorhaben – sie bestimmen gemeinsam, wie sich ein Ort entwickeln kann, und zwar weit über die rein optische Komponente hinaus: > Welche Parzellierung schafft welche Grundlagen für welche Art von Häusern? >Wie wird der öffentliche Raum genutzt und gestaltet, werden Impulse für die Bewohner dadurch gesetzt? > Sind die Bauvorhaben der Gemeinde Vorbild für die privaten Bauvorhaben – und in welche Richtung weisen sie? > Stehen Veränderungen baurechtlicher Natur an, beispielsweise durch Adaptierung eines eventuell veralteten Bebauungsplanes? > Ist Ortsgestaltung ein Thema, das diskutiert wird – und wenn, in welcher Form? Wie werden Fachleute oder auch Privatpersonen in diese Entscheidungsprozesse eingebunden? Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen und zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus der vorhandenen Vielfalt. Wer Gestaltung aktiv betreibt, bestimmt die Richtung mit Kernfrage muss jedoch sein, wie sich eine Gemeinde diesen Veränderungen gegenüber verhält. Nimmt sie aktiv dazu Stellung, hat sie die Möglichkeit zu einem lenkenden, zukonftsorientiert steuernden Eingreifen. Denn wie in allen Lebenslagen gilt auch hier, der Entwicklung besser einen Schritt voraus zu sein als sich von ihr überrollen zu lassen. Wenn ich die Gestaltung in meinem Ort aktiv betreibe, kann ich einerseits die Richtung mitbestimmen, andererseits habe ich im Zusammenspiel mit den Betroffenen die Möglichkeit, einen Konsens zu finden, der für alle Beteiligten von Vorteil ist. Dann habe ich es auch in der Hand, erhaltenswerte Strukturen zu schützen und gleichzeitig an geeigneter Stelle und in geeigneter Weise eine zeitgerechte Gestaltung nicht nur zuzulassen, sondern auch zu fördern. Einen großen Aufgabenbereich – und gleichzeitig den schwierigsten – sehe ich darin, die Siedlungsentwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken. Voraussetzung für eine „Siedlung mit Zukunft“ ist neben der richtigen Parzellierung, der Gestaltung der Verkehrsflächen und der strikten Trennung zwischen privatem und öffentlichem Raum vor allem die Motivation der dort bauenden Gemeindebürger. Denn an der Art der Umsetzung durch jeden Einzelnen wird es liegen, ob die Konzepte für eine sonnenorientierte, ressourcenschonende und schließlich lebenswerte Siedlung erfolgreich sind oder nicht. Mit Details sorgsam umgehen und stets das Ganze vor Augen haben So wichtig es ist, mit Details sorgsam umzugehen,
darf man dabei das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Dadurch werden wir als Weichensteller einer gebauten Zukunft und einer guten heutigen Gestaltung jenen Stellenwert einräumen können, der für die vorhandene wertvolle Substanz ja schon selbstverständlich ist. DI Peter Morwitzer |
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