Broschüre „NÖ gestalten“, Ausgabe 110

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungs-
Wettbewerb

Um- und Zubau
in Unter Olberndorf

Umbau eines historischen Gebäudes in Ybbs/Donau

Renovierung eines 600 Jahre alten Wehrturms

Zeitgemäßer Zubau in Sulz im Wienerwald

Neubau eines Zweifamilienhauses in Oberstockstall

Rohrendorf und sein Gemeindezentrum

 

Berichte

Offenes Ohr für NÖs Gemeinden

Das richtige Grundstück und seine Ausrichtung zur Sonne

Die Wachau und ihre 1.700 Weingartenhütten

Seltene Vögel vorm Küchenfenster

 

Serien

Der Charme des Innenhofes

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogelscheuchen
vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf im ganzen Land . . .

 

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Um- und Zubau in Ybbs/Donau

Um- und Zubau in Ybbs/Donau

Um- und Zubau in Ybbs/Donau

Um- und Zubau in Ybbs/Donau

 

 

Um- und Zubau
eines historischen Gebäudes

Der Wunsch der Bauherrenfamilie, in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums in Ybbs/Donau zu wohnen, erfüllte sich 1997, als dieses Objekt angekauft wurde.
Die Bausubstanz war zu diesem
Zeitpunkt teilweise schon sehr angegriffen, in manchen Bereichen gab es
dringenden Handlungsbedarf.

Anfang 2004 wurde mit den Planungsgesprächen begonnen und nach Prüfung von verschiedenen Entwurfsvarianten wurde im September 2004 mit den Bauarbeiten begonnen. Vor allem die Höhe und die Belichtung der Wohnung im Dachgeschoß gestaltete sich auf Grund der Situierung des Objektes in der Ybbser Altstadt-Schutzzone als schwierig.

Um den Wohnbedürfnissen der achtköpfigen Familie gerecht zu werden, wurde eine Gliederung in drei Wohneinheiten angestrebt. So konnte auch auf die verschiedenen Generationen Rücksicht genommen werden.
Die ehemaligen Verkaufsräume im EG wurden zum „Familienzentrum“ mit Küche und Essplatz umgestaltet.

Um auf dem schmalen Stadtgrundstück auch im rückseitigen Bereich eine ausreichende Belichtung und Belüftung zu gewährleisten, kam ein kleiner Lichthof zur Ausführung.

Im 1.OG begnügte man sich damit, die bestehenden Räume zu sanieren bzw. die Funktionen zu modifizieren, lediglich das Familienbad ist zur Gänze neu errichtet worden.
Nach Abbruch des Steildaches im Bereich des südwestseitigen Zubaues wurde ein zusätzliches Geschoß geschaffen und mit einem flachen Pultdach abgeschlossen.

Nach mehreren Entwurfsvarianten – Gaupenlösungen sind in Schutzzonen problematisch – wurde das alte Dach vollständig abgetragen und durch ein zurückgesetztes Dachgeschoß ersetzt. Diese Lösung ermöglichte die Umsetzung des günstigsten Flächen/Raum-Verhältnisses innerhalb der Grenzen der Bauklasse III.

Auf ca. 70m² Nutzfläche entstand eine offene Wohnlandschaft mit Zugang zu einer Terrasse, die auf das Pultdach des unteren Geschoßes aufgesetzt wurde.

Der Putz der zur Herrengasse hin gerichteten historischen Fassade wurde zum großen Teil abgeschlagen, nur Gliederungselemente in einwandfreiem Zustand konnten erhalten werden. Der Rest wurde mit Recycling-Teilen sorgfältig und originalgetreu wieder hergestellt. Ebenso kamen die alten Farbtöne zum Einsatz.

Neue weiße Holzfenster unter Beibehaltung der ursprünglichen Sprossenteilung vervollständigen die Fassadensanierung.

Die Fassade Richtung Stadtgraben zeigt Lärchenholz, großzügige Glaselemente und einen kräftigen roten Verputz. Die Beschattung des Wohnraumfensters erfolgt durch eine Raffstoreanlage.

Die Planung erfolgte durch BM Ing. Gerald Pöchhacker, aus Ybbs.

 

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