Broschüre „NÖ gestalten“, Ausgabe 111

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungs-
Wettbewerb

Einfühlsame Platzgestaltung in Aspang Markt

Dachgeschoßausbau in Zeiselmauer

Passivhaus in Klosterneuburg

Kapelle in Gänserndorf

Kommunalzentrum in Gastern

Umbau in Mödling

 

Berichte

Für unsere Gemeinden

Gebaute Räume im Garten

2. Teil:
Die Wachau und ihre 1.700 Weingartenhütten

Mahnmal

 

Serien

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogelscheuchen
vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf im ganzen Land . . .

Fotos gesucht:
Die Kellergasse

 

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Mahnmal in Weinburg
Mahnmal in Weinburg
Foto: Gemeinde Weinburg

Mahnmal in Traunstein
Mahnmal in Traunstein
Foto: Gemeinde Traunstein

 

 

 

 

 

. . . Mahnmal?

In Ausgabe 104 begann eine Diskussion über die Gestaltung von Kriegerdenkmälern, in Broschüre 106 haben wir die „Wandlung“ eines Kriegerdenkmals in Unterbergern zum Friedensdenkmal für alle Kriegstoten vorgestellt. Senden auch Sie Ihren Beitrag und Ihre Ideen zu Gestaltungsfragen.

 

Neues Mahnmal in Weinburg
„Im Zuge der Errichtung eines räumlich großzügigen Kirchenplatzes erging an Mag. art. Herbert Golser aus Klein-Pöchlarn der Auftrag seitens der Gemeinde Weinburg, einen Gestaltungsentwurf für ein Mahnmal vorzulegen. Die Vorgaben waren, die Gedenktafeln des bescheidenen alten Kriegerdenkmals weiter zu verwenden sowie die Gegenwart gedanklich mit einzubeziehen. So ergab sich folgende Konzipierung (von links gesehen): 1. Weltkrieg – 2. Weltkrieg – Gegenwart, symbolisch durch eine Spiegelfront dargestellt, wo sich jeder, der sich darin erblickt, fragen sollte, welchen Beitrag oder welches Opfer er für den Erhalt des Friedens, der Sicherstellung von Humanismus und Solidarität in seinem Umfeld leistet. Im weiteren Verlauf wird der Abgang in die „Grechtlergruft“ mit eingebunden. Damit wird der auch für uns sichere und schmerzliche Abschied von dieser Welt angedeutet. Am rechten oberen äußersten Rand zeigt sich in starkem farblichen Kontrast zu den rostigen Metallplatten ein goldfarbener Christuskopf – ein Zeichen, dass Gott trotz allem über allem strahlt – ein Zeichen der Hoffnung. Am Boden vor dem Mahnmal der Spruch Mahatma Ghandis: ,Der Friede kann niemals das Ergebnis des Krieges sein. Der Friede ist der Weg selber. Und wer nicht mit ihm anfängt, kann nicht bei ihm ankommen.‘ Auch der funktionelle Ablauf von Gedenkveranstaltungen wird durch die Neukonzeption unterstützt. Der Künstler hat es auch geschafft, durch die Verwendung der Materialien eine optimale Symbiose zum neu errichteten Kirchenplatz herzustellen“, berichtet Bgm. Peter Kalteis aus 3200 Weinburg.

Traunstein und sein Künstler-Pfarrer „Kriegerdenkmal und Mahnmal aus Waldviertler Granit: Die Trilogie besteht aus einer Opferschale mit eingemeißeltem Kreuz und Gedenken an die Heimatvertriebenen und deren Leiden. Der sargförmige Fels gilt als Symbol für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege; die Namen, im Stein verewigt, sollen an den sinnlosen Verlust erinnern. Die aus vier Meter hohem Fels gehauene Frau kniet stumm vor dem Sarg und weint. Dieses Denkmal ist ein Werk aus den Jahren 1967–70 von Künstler-Pfarrer Josef Elter“, schreibt Otfried Edelmüller aus 3632 Traunstein, wo das Mahnmal des engagierten Priesters seit 1970 am Kirchenplatz zu sehen ist.

 

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