Broschüre „NÖ gestalten“, Ausgabe 112

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungs-
Wettbewerb

Hofhaus
in Sallingstadt

Siedlung mit Passivhaus-Komponenten in Gänserndorf

Um- und Zubau
in Perchtoldsdorf

Neues Zentrum
in Paudorf

Bahnhof mit neuer Nutzung
in Brunn/Gebirge

Neubau in Ratzersdorf

Neubau in Thaya

Umbau in Reichers

 

Berichte

Wenn der
Bagger da ist . . .

Ein Frühstück mit
300 Bürgermeistern

Viel Garten
für wenig Geld

Gedanken zur Siedlungsentwicklung

 

Serien

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogelscheuchen
vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf im ganzen Land . . .

 

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Fotos: Herta Hurnaus

 

Wer kombiniert, erzeugt mehr Kommunikation im Ort . . .

In Paudorf (Bezirk Krems) entstand mitten im Ort und dennoch auf der grünen Wiese ein neues Zentrum, das durch seine Einrichtungen und die neuen Bedürfnisse im ländlichen Raum bestimmt ist.

Das Raumprogramm des eingeschoßigen Neubaues schien auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich:
Neben der bereits eingesessenen, vorher in einem Geschoßwohnbau untergebrachten Zahnarztpraxis sollte auch ein kleines Café und eine Tabaktrafik unterkommen.

Unter einem auskragenden – alles unter einen Hut bringenden – Vordach befinden sich die Eingänge zu allen drei „Lokalen“, neben dem ebenfalls neuen Supermarkt und dem Gemeindehaus sollte dieser Eingangsbereich einen Art Drehpunkt darstellen. Im Sommer soll ein Gastgarten diesen Bereich noch mehr betonen.
Das Sehen und Gesehenwerden scheint wichtig zu sein: Das Café wurde aufgrund seiner extremen Transparenz rasch zu einem vielbesuchten Ort von Einkäufern, Vorbeikommenden und -fahrenden.

Die strenge und nüchterne Architektur entspricht den Vorstellungen des Zahnarztes, der gleichzeitig Bauherr und Vermieter für die beiden anderen Einrichtungen ist.

Es wurden wunschgemäß wenige und kontrastreiche Materialien verwendet.
Im Inneren und im Bereich des Vordaches blieb der Beton sichtbar, der schwarze Boden aus Gussasphalt steht im Kontrast zu den weißgestrichenen (= zahnweißen) Trockenbauwänden und der weißen Außenerschienung.

Lediglich die Logofarbe (orange) des Zahnarztes und die Logofarbe des Konditors (grün) wurden als Farbakzente verwendet.
Konstruktiv besteht das Gebäude aus einem Stahlbetonscheibentragwerk mit einzelnen Stahlbetonstützen und Außenmauern aus Stahlbeton mit Unter- und Oberlichten.
Das auskragende Vordach wurde – um es schlanker wirken zu lassen – an den Rändern voutenförmig abgedickt.

Die Planung erfolgte durch die Architekten Sam/Ott-Reinisch, 1010 Wien,
Mitarbeit: Bernd Leopold.

 

 

 

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