Broschüre „NÖ gestalten“, Ausgabe 113

 

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Weingartenhütten der Wachau

Weingartenhütten der Wachau

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Auszug aus dem Tagebuch eines „Weinhütten-Wanderers“

Heute ist Freitag der 12. März. Tolles Wetter – strahlender Sonnenschein, plus 15 °C – und das ganze Wochenende soll so bleiben.

Ich glaube, das sind heuer die ersten schönen Tage überhaupt. Es gibt viele Dinge, die ich an diesem Wochenende tun möchte: mit den Kindern Schi fahren, Arbeiten im Weinberg und eben meine Leidenschaft – die Weingartenhütten. Ich spür’s, ich muss wieder zu ihnen hinauf.

Also: Freitag Fotos, Samstag Schi fahren und Sonntag Arbeit auf den Terrassen unseres „Weinberges“. Ja, zwischenzeitlich sind wir auch schon stolze Besitzer eines Stückchens Heimat in Rossatzbach geworden, genauer gesagt einiger verfallener Terrassen in der Riede „im Weingebirge“. Wie sich dies zugetragen hat, ist ein eigenes Kapitel und eine extra Geschichte wert.
Nun zurück zur heutigen Tour: Ich komme etwas später vom Büro nach Hause, aber es macht nichts, denn die Riede, die ich mir heute vorgenommen habe, öffnet sich Richtung Westen und so kann ich länger das Licht bis zum Sonnenuntergang ausnützen. Während der Fahrt ein kurzer Blick von Dürnstein aus vis a vis auf unseren Weinberg, wo leider noch sehr viel Arbeit wartet. Fahre weiter vorbei an bereits im Winter „erledigten“ schönen Rieden. Dort steigen viele Rauchsäulen senkrecht in den blauen Himmel auf – viele Hauer nützen ebenfalls das schöne Wetter zum traditionellen Verbrennen des Rebschnittes.
Mittlerweile bin ich in Weissenkirchen angekommen. Beginne den Aufstieg zur „Kügerlwand“ – Ried Achleiten. In der Ferne taucht der Weitenberg mit einer Unmenge an Weingartenhütten auf – Zeugnis von noch viel vor mir liegender Arbeit.

Oben angekommen werde ich durch wunderschöne Ausblicke Richtung Osten in das Donautal bis Hollenburg, Richtung Westen über Weissenkirchen mit den flachen Weinbergen und jeder Menge Hütten belohnt.

Mein Weg führt zurück in den Talkessel. Einige Plaudereien mit Weinhauern und ein paar Hütten später gelange ich über Abkürzer in den Ort. Eine Weingartenhütte zwischen Bahnhof und Ortskern entdeckt – Ried Altau. Es ist mittlerweile 16 Uhr, die Ried Altau fertig durchkämmt, also mache ich für heute Schluss.

Das nächste Mal ist die Riede Hinterkirchen an der Reihe.

Ing. Wolfgang Böck

 

 

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