Broschüre „NÖ gestalten“, Ausgabe 113

 

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungs-
Wettbewerb

Wohnhaus-Umbau in Puchberg

Herzogbirbaum: Neue Form für viele Funktionen

Kaltenleutgeben: Haus am Steilhang

Alte Gemäuer in Traiskirchen

Neubau in Kapelln

Niedrigenergiehaus in Wetzelsdorf

 

Berichte

Verleihung der Goldenen Kelle in Rohrendorf

1.700 Weingartenhütten der Wachau

Gedanken zur Siedlungsentwicklung

 

Serien

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogelscheuchen
vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf im ganzen Land . . .

 

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Lagergebäude in Herzogbirbaum

Lagergebäude in Herzogbirbaum

Lagergebäude in Herzogbirbaum

Fotos: Herta Hurnaus

 

 

 

Herzogbirbaum: Eine neue
Form für viele Funktionen

Anstatt eines baufälligen Gebäudes mit Satteldach, das einst als Aufbahrungsraum genutzt worden war, sollte ein neues Gebäude in Herzogbirbaum (Bezirk Korneuburg) für die Unterbringung von Bestattungsutensilien errichtet werden.
Bestimmende Idee des Entwurfes war die Tatsache, dass der Friedhof auch ein kommunikativer Ort und ein Ort des Verweilens ist. Das neue Gebäude sollte neben seiner Hauptfunktion als Lager nun auch ein Ort der Begegnung, des Ausruhens und der Information sein.

Der einfachen „klassischen“ Pultdachform des Lagergebäudes wurden einige spezielle Elemente hinzugefügt, die dem Funktionsgebäude eine „kommunikative Seite“ verpassen sollten.
Auf den beiden Hauptseiten (Eingangsbereich und Gräberbereich) ragt das Dach über Eck rund einen Meter über die Mauern vor, um die (auf einer ums Eck laufenden Sitzbank) verweilenden Besucher vor Sonne und Regen zu schützen.
Eine Anschlagtafel an der Eingangswand dient als Informationsquelle.

Als zusätzliche Einrichtung wird den Besuchern auch eine öffentlich zugängliche Toilette zur Verfügung gestellt.
Um der „normalen“ Pultdachform noch eine kühnere Note zu verleihen, wurde eine Eckverglasung über der Eingangstür geplant, welche die geometrische Ecke des Häuschens auflöst und die Kragung auch von weither sichtbar macht.

Die Farbgestaltung ist dem Ort entsprechend eher zurückhaltend, den jahreszeitlich unterschiedlichen aber meistens intensiven Landschaftsfarben stehen „klassisches“ Weiß für die Mauerteile und Schwarz für Dachhaut und Dachuntersicht gegenüber, was das Dach noch etwas deutlicher vom Haus distanziert.

Die Fenster sind – dem Dach zugehörig – in schwarz gehalten. Ein Fenster in die Landschaft besteht aus einer grünen Gussharzscheibe.

Die Planung erfolgte durch die Architekten Franz Sam und Irene Ott-Reinisch, Wien.

 

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