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| Broschüre NÖ gestalten, Ausgabe 115 |
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Vernetztes Denken In Schönberg am Kamp, Bezirk Krems, entstand ein Haus, dem vom Konzept bis zur Materialwahl ein Musterbeispiel von vernetztem Denken zugrunde liegt. Nach einem Seminar von NÖ gestalten
haben wir uns für ein Niedrigenergiehaus in Holzriegelbauweise
entschieden. Unser Ziel: Es sollte ein Haus aus biologischen Baustoffen
wie Holz, Stroh, Flachs, Lehm usw. werden, ohne Lack, PU-Schaum und
dergleichen. Weiters haben wir versucht, Firmen in der näheren
Umgebung zu beauftragen, um einerseits die Transportwege möglichst
kurz zu halten und andererseits natürlich die Wirtschaft in unserem
Umkreis zu fördern. Das Holz für unser Haus stammt aus
unserem eigenen Wald in Schiltern (5 km von uns entfernt), das wir im
Dezember 2003 zum richtigen Mond geschlägert haben. Anschließend
blieben die Stämme samt Ästen bis April 2004 bergab im Wald
liegen und wurden dann kurz vor Produktionsbeginn im April 2005 im nächstgelegenen
Sägewerk in Gars geschnitten und gelagert. Für die Dämmung
haben wir Weizenstroh aus der eigenen Gemeinde verwendet, das bereits
ein Jahr vorher eingelagert wurde. Fenster, Fensterbänke, Außentüren
und Innentüren wurden aus geöltem Lärchenholz eingesetzt,
die Zwischenräume haben wir mit Flachs gestopft. Als Dämmung für die Zwischenwände
wurden zum Teil Lehm und Flachs aus dem Waldviertel verwendet. Innen
wurden die Wände mit Lehm auf Schilfrohrstuckatur verputzt. Im
Untergeschoß blieb die Tramdecke natur, im gesamten Obergeschoß
wurden unbehandelte Fichtenschalungen an den Decken angebracht. Über
den Fußbodenaufbau (Lehmschüttung und Holzweichfaserplatten)
wurden Lärchen- und Tannenholzdielen genagelt. Auch bei der Einrichtung haben wir uns
ausschließlich für geölte Massivholzmöbel entschieden.
Die Fassade wurde im Obergeschoß mit Lärchenholzbrettern
verkleidet, im Untergeschoß verputzt, schreiben Petra
und Manfred Strom, Die Planung erfolgte durch
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