Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 116 (Juni 2007)

 

Broschüre

Über die Broschüre
„NÖ gestalten“

Broschüre abonnieren (Druckexemplar, Zustellung per Post)

Haben auch Sie einen Beitrag für unsere Broschüre „NÖ gestalten“, dann rufen Sie uns an (Tel. 02742/9005-15656)
oder senden Sie uns eine e-mail.

 

Gestaltungs-
Wettbewerb

In dieser Sonderausgabe
anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von „NÖ gestalten“ entfällt*) der Gestaltungs-Wettbewerb,
wir stellen statt dessen
einige Gewinner der „Goldenen Kelle “ der letzten Wettbewerbs-Jahre vor.

*) Der Grund dafür:
Diese Sonderausgabe
geht an alle Haushalte in NÖ; durch die deutlich erhöhte Auflage käme es zu einer Verzerrung des Gestaltungs- Wettbewerbes.

Gaaden

Oberfucha

Ungerndorf

Scheibbs

Unterolberndorf

Rohrendorf

 

Berichte

25 Jahre
„NÖ gestalten“

Hohlweg in Radlbrunn

Siedlung der Zukunft

Du bist was du isst . . .

Zeugen längst vergangener Zeiten

 

Serien

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogel- scheuchen vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf
im ganzen Land . . .

Humor in Bildern

Leserbriefe

 

MEHR

Wollen Sie mehr lesen und sehen? Dann abonnieren Sie unsere Broschüre kostenlos.
Ein Service des Amtes der NÖ Landesregierung.

 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll„In diesem Hohlweg habe ich als Kind viele schöne Stunden verbracht. Ich halte es für wichtig, Hohlwege zu erhalten, damit die Kinder von heute und auch von morgen noch die Möglichkeit haben, solche Naturschätze kennen zu lernen – in natura, und nicht bloß aus dem Geschichtsbuch!

LH Dr. Erwin Pröll,
Initiator der Aktion
„Retten wir die Hohlwege“

 

Auf Entdeckungsreise:
Die zahlreichen Details des Hohlweges sind für Groß und Klein interessant

Fotos: Harald Böckl

 

 

Die „Wiedergeburt“
eines Hohlweges

Ihr wichtigstes Ziel hat die Aktion „Retten wir die Hohlwege“ erreicht: Heute geht man nicht mehr achtlos an diesen Einmaligkeiten in unserer Landschaft vorbei, im Gegenteil. Hohlwege sind Teil von Wanderwegen geworden, Gemeinden, Vereine und auch Privatpersonen kümmern sich um Nutzung und Erhaltung – und immer mehr Hohlwege werden „reaktiviert“.

„Neuer“ Hohlweg wurde freigelegt
Der neueste „wiedergeborene“ Hohlweg befindet sich in Radlbrunn (bei Ziersdorf). Als vor vielen Jahren ein neues und leistungsfähigeres Güterwegesystem geschaffen wurde, ist der Hohlweg mit dem Namen „Fellingen“ nicht mehr gebraucht worden und geriet in Vergessenheit. Es wurde Grünschnitt dort abgelagert, ja sogar als „Friedhof“ für alte Rebstöcke diente er. Der natürliche Bewuchs und die Erosion durch Wasser taten ein Übriges. Im März dieses Jahres wurden Sträucher und Bäume geschnitten bzw. ausgegraben und knapp 600 m3 Material abtransportiert, um den Hohlweg wieder zu einer Attraktion für Groß und Klein zu machen.

 

Retten wir die Hohlwege

„Retten wir die Hohlwege“ lautete der Titel einer von LH Dr. Erwin Pröll 1998 initiierten Aktion, die für großes Echo gesorgt hatte. Hunderte Hohlwege in unserem Bundesland wurden dokumentiert und ins Bewusstsein der Bevölkerung zurückgeholt. Im Rahmen eines Wettbewerbes wurden mehr als 120 Projekte eingereicht, um diese Naturschätze zu erhalten und einer dauerhaften Nutzung zuzuführen, sogar ein eigener Hohlweg-Lehrpfad wurde in Langenlois bei Krems angelegt.

Höhepunkt dieser Aktion war das Hohlwegfest in Unterstinkenbrunn im Jahr 2000, zu dem mehr als 5.000 Besucher gekommen waren. Wie Hohlwege entstanden Hohlwege gibt es hauptsächlich im Weinviertel – und in China. Voraussetzung war passender Boden. Löss wurde von Hufen der Zugtiere und Rädern gelockert, das abfließende Wasser grub im Laufe der Zeit den Weg immer tiefer ein. Noch heute gibt es in NÖ zahlreiche Hohlwege mit mehr als 8 m tiefen senkrechten Lösswänden. Hohlwege – einzigartige Biotope Hohlwege sind für zahlreiche Tiere und Pflanzen ein letztes Rückzugsgebiet. Steinkauz, Bienenwolf, Furchenbiene, Gottesanbeterin oder Bienenfresser sind hier ebenso zu Hause wie seltene und bedrohte Pflanzen.

 

zurück zur Übersicht

kostenloses Broschüren-Abo bestellen