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Broschüre

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NÖ gestalten
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Gestaltungs-
Wettbewerb
In
dieser Sonderausgabe
anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von NÖ gestalten
entfällt*) der Gestaltungs-Wettbewerb,
wir stellen statt dessen
einige Gewinner der Goldenen Kelle der letzten Wettbewerbs-Jahre
vor.
*)
Der Grund dafür:
Diese Sonderausgabe
geht an alle Haushalte in NÖ; durch die deutlich erhöhte Auflage käme
es zu einer Verzerrung des Gestaltungs- Wettbewerbes.
Gaaden
Oberfucha
Ungerndorf
Scheibbs
Unterolberndorf
Rohrendorf
Berichte
25 Jahre
NÖ gestalten
Hohlweg in Radlbrunn
Siedlung der Zukunft
Du bist was du isst . . .
Zeugen längst vergangener Zeiten
Serien

Scheinbar unscheinbar
Sind die Vogel- scheuchen vom Aussterben bedroht?
Spione tauchen auf
im ganzen Land . . .
Humor in Bildern
Leserbriefe
MEHR

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Josefskreuz in Freiningau

Josefskreuz (Freiningau) vorher

Marterl in Ungerndorf

Spätgotisches Marterl in Absdorf

Absdorf vorher
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Zeugen längst vergangener Zeiten . . .
Eine Vielzahl an Bildstöcken, Kreuzen,
Figuren und kleinen Denkmälern ist untrennbar mit der Landschaft
und ihrer Umgebung verbunden. Oft unbeachtet, erinnern sie an Ereignisse
vergangener Zeiten, an Schicksale einzelner Menschen und sind Glaubenszeugnis
von Männern und Frauen, die längst in Vergessenheit geraten
sind.
Herkunft, Bedeutung
Bildstöcke und Marterl befinden sich oft an Pilger- und Wallfahrtswegen,
aber auch weit verstreut in der freien Landschaft. Der Name Marterl
könnte einerseits daran erinnern, dass ein Mensch an dieser Stelle
Schlimmes, ja Lebensgefährliches, wie eine Marter erlebt hat. Andererseits
könnte auch das Stichwort ,Martyrium in der Bedeutung ,Zeugnis
in diesem Wort verborgen sein. Marterl sind aber auch Wegweiser in die
Tiefen der Volksseele, in die Leid-Erfahrungen früherer Generationen
und deren Gottvertrauen, schreibt Prof. Ernest Eichberger aus
2285 Breitstetten.
Freiningau: Sanierung
Wie ein Marterl vor dem Vergessen gerettet werden konnte, zeigt ein
Beispiel in Freiningau (Bezirk Melk): Im Zuge von Straßenarbeiten
an der B 1 wurde das verfallene Josefsmarterl an einem neuen Platz in
neuem Glanz wieder aufgestellt. Die Sanierungsarbeiten wurden durch
die Straßenmeisterei Melk durchgeführt, die Dorfgemeinschaft
Freiningau hat die Pflege übernommen.
Nicht vergessen . . .
Dass ein Marterl auch nach langer Zeit nicht in Vergessenheit geraten
muss, zeigt der Beitrag von Josef Kober aus 2133 Ungerndorf (bei Laa):
Das Gellkreuz bei Ungerndorf wurde in den letzten Kriegstagen,
genau am 20. 5. 1945, durch einen russischen Panzer dem Erdboden gleich
gemacht. 1992 jedoch wurde es unter der Leitung von Alois Toriser unter
Mitwirkung der Bewohner der Gasse, die zum Marterl führt, nach
Angaben von Zeitzeugen originalgetreu wieder errichtet.
Spätgotisches Marterl
Der Kultur- und Verschönerungsverein Absdorf hat das älteste
und unter Denkmalschutz stehende spätgotische Marterl des Ortes
renoviert und neu aufgestellt. Es war bereits zu einem Drittel unter
Straßenniveau verschwunden gewesen.
Bildstock-Führer
Um die lokale Geschichte und die örtlichen Geschichten wieder aufleben
zu lassen und um diesen Kleinoden wieder zu mehr Beachtung zu verhelfen,
hat der Verein Winkelwerk einen Führer zu sämtlichen
Marterln der Waldviertler Region Poigreich herausgegeben.
Mit detaillierten Beschreibungen spürt Johann Rotter Entstehung
und Bedeutung der Kleinstbauwerke nach und macht das als Wanderführer
gedachte Büchlein auch zu einer interessanten und empfehlenswerten
Lektüre für zu Hause.
Bildstockwanderungen durch die Gemeinden Altenburg, Brunn an der
Wild, Irnfritz-Messern, Pölla und Röhrenbach im Poigreich
und Umgebung, von Johann Rotter; 169 Seiten, zahlr. Farbabb.,
Wanderkarte (1:50.000); 15 Euro plus 1,50 Euro Versandkosten beim Verein
Winkelwerk, Obfrau Silvia Genner, 02989/8048.
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