Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 116 (Juni 2007)

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungs-
Wettbewerb

In dieser Sonderausgabe
anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von „NÖ gestalten“ entfällt*) der Gestaltungs-Wettbewerb,
wir stellen statt dessen
einige Gewinner der „Goldenen Kelle “ der letzten Wettbewerbs-Jahre vor.

*) Der Grund dafür:
Diese Sonderausgabe
geht an alle Haushalte in NÖ; durch die deutlich erhöhte Auflage käme es zu einer Verzerrung des Gestaltungs- Wettbewerbes.

Gaaden

Oberfucha

Ungerndorf

Scheibbs

Unterolberndorf

Rohrendorf

 

Berichte

25 Jahre
„NÖ gestalten“

Hohlweg in Radlbrunn

Siedlung der Zukunft

Du bist was du isst . . .

Zeugen längst vergangener Zeiten

 

Serien

Scheinbar unscheinbar

Sind die Vogel- scheuchen vom Aussterben bedroht?

Spione tauchen auf
im ganzen Land . . .

Humor in Bildern

Leserbriefe

 

MEHR

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Josefskreuz in Freiningau


Josefskreuz (Freiningau) vorher

 


Marterl in Ungerndorf

 


Spätgotisches Marterl in Absdorf


Absdorf vorher

 

Zeugen längst vergangener Zeiten . . .

Eine Vielzahl an Bildstöcken, Kreuzen, Figuren und kleinen Denkmälern ist untrennbar mit der Landschaft und ihrer Umgebung verbunden. Oft unbeachtet, erinnern sie an Ereignisse vergangener Zeiten, an Schicksale einzelner Menschen und sind Glaubenszeugnis von Männern und Frauen, die längst in Vergessenheit geraten sind.

Herkunft, Bedeutung
„Bildstöcke und Marterl befinden sich oft an Pilger- und Wallfahrtswegen, aber auch weit verstreut in der freien Landschaft. Der Name Marterl könnte einerseits daran erinnern, dass ein Mensch an dieser Stelle Schlimmes, ja Lebensgefährliches, wie eine Marter erlebt hat. Andererseits könnte auch das Stichwort ,Martyrium‘ in der Bedeutung ,Zeugnis‘ in diesem Wort verborgen sein. Marterl sind aber auch Wegweiser in die Tiefen der Volksseele, in die Leid-Erfahrungen früherer Generationen und deren Gottvertrauen“, schreibt Prof. Ernest Eichberger aus 2285 Breitstetten.

Freiningau: Sanierung
Wie ein Marterl vor dem Vergessen gerettet werden konnte, zeigt ein Beispiel in Freiningau (Bezirk Melk): Im Zuge von Straßenarbeiten an der B 1 wurde das verfallene Josefsmarterl an einem neuen Platz in neuem Glanz wieder aufgestellt. Die Sanierungsarbeiten wurden durch die Straßenmeisterei Melk durchgeführt, die Dorfgemeinschaft Freiningau hat die Pflege übernommen.

Nicht vergessen . . .
Dass ein Marterl auch nach langer Zeit nicht in Vergessenheit geraten muss, zeigt der Beitrag von Josef Kober aus 2133 Ungerndorf (bei Laa): „Das Gellkreuz bei Ungerndorf wurde in den letzten Kriegstagen, genau am 20. 5. 1945, durch einen russischen Panzer dem Erdboden gleich gemacht. 1992 jedoch wurde es unter der Leitung von Alois Toriser unter Mitwirkung der Bewohner der Gasse, die zum Marterl führt, nach Angaben von Zeitzeugen originalgetreu wieder errichtet“.

Spätgotisches Marterl
Der Kultur- und Verschönerungsverein Absdorf hat das älteste und unter Denkmalschutz stehende spätgotische Marterl des Ortes renoviert und neu aufgestellt. Es war bereits zu einem Drittel unter Straßenniveau verschwunden gewesen.

Bildstock-Führer
Um die lokale Geschichte und die örtlichen Geschichten wieder aufleben zu lassen und um diesen Kleinoden wieder zu mehr Beachtung zu verhelfen, hat der „Verein Winkelwerk“ einen Führer zu sämtlichen Marterln der Waldviertler Region „Poigreich“ herausgegeben. Mit detaillierten Beschreibungen spürt Johann Rotter Entstehung und Bedeutung der Kleinstbauwerke nach und macht das als Wanderführer gedachte Büchlein auch zu einer interessanten und empfehlenswerten Lektüre für zu Hause.
„Bildstockwanderungen durch die Gemeinden Altenburg, Brunn an der Wild, Irnfritz-Messern, Pölla und Röhrenbach im Poigreich und Umgebung“, von Johann Rotter; 169 Seiten, zahlr. Farbabb., Wanderkarte (1:50.000); 15 Euro plus 1,50 Euro Versandkosten beim Verein Winkelwerk, Obfrau Silvia Genner, 02989/8048.

 

 

 

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