Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 118 (Dezember 2007)

 

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„NÖ gestalten“

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Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz

Zu- und Umbau in Ternitz


vorher

Zu- und Umbau in Ternitz  - VORHER


Fotos:
DI Peter Schackl

 

 

Dezente
Modernisierung
samt Zubau

Ziel dieses Um- und Ausbaus in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) war, mehr Platz zu schaffen und gleichzeitig die Wohnqualität auf einen heutigen Standard zu bringen.

Die Straßenfront wurde zur Gänze im Bestand erhalten, mit der (dezenten) Farbgestaltung und der Neugestaltung des Zugangs und des Einfahrtstores allerdings bewusst ein Zeichen gesetzt. Die abgekappte Geometrie der Giebelfront wurde zu einer homogen symmetrischen Form ergänzt (Holzriegelkonstruktion mit Lärchen-Sichtschalung), wodurch auch nach außen hin „Alt“ (die Form) und „Neu“ (die Baustoffe) ablesbar wurden.

Funktionskonzept
Zielvorgabe der Bauherren war, einerseits fließende Übergänge im Inneren des Gebäudes und nach außen zu schaffen, anderseits aber auch eine klare Zuordnung dieser einzelnen Zonen (Wohnbereich im Erdgeschoß, Privatbereich im Obergeschoß, Spielbereich und Stauraum im Spitzboden).

Energietechnik
Der Altbau hat nach der energetischen Sanierung guten Niedrigenergie-Standard, der Zubau wurde sogar in Passivhaus-Qualität errichtet, unterstützt durch die passiven solaren Gewinne durch die großen Verglasungen.

Konstruktion
Das Hauptgebäude wurde im Bestand erhalten, der Unterbau ausgekoffert und wärmegedämmt neu aufgebaut, die Fundamente saniert, die Außenwände gedämmt sowie Wärme- u. Schallschutzfenster neu eingesetzt. Das Dach erhielt eine Zwischen- und Aufsparrendämmung, so kann der Spitzboden als Spielbereich und Stauraum genutzt werden.

Die kleinen Nebengebäude wurden abgerissen, um eine klarere Lösung für den Zubau (Holzriegelwände mit Sichtschalung und einer Brettstapeldecke als Flachdachkonstruktion) zu erhalten. Der Zubau (Wohnbereich) dient gleichzeitig als großzügige Terrasse für das Obergeschoß (Privatbereich).

Gestaltung
Helle, lichtdurchflutete Räume und offene Übergänge innen und außen waren das zentrale Anliegen.

Weiters wurde aber auch viel Wert darauf gelegt, die alte Bausubstanz, die Geschichte der alten Gemäuer, „sichtbar“ zu machen und in die Gestaltung – und ins Wohnen – mit einzubeziehen. So wurde etwa eine alte Dippelbaumdecke freigelegt, ebenso die tragende Natursteinmittelmauer, die auf der einen Seite im Eingangsbereich sichtbar ist, und auf der anderen Seite in der Küche hinter Glas als Rückwand zwischen Unter- und Oberschränken dient.
Auch im Außenbereich und bei der Fassadengestaltung wurde darauf geachtet, Alt und Neu miteinander zu verbinden und ineinander fließen zu lassen.

Die Planung erfolgte durch
Arch. DI Peter Schackl und
Ing. Doris Schackl, 2753 Markt Piesting.

 

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