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In diesem Nützlingshotel werden
sich so manche Gäste richtig wohl fühlen. Gebastelt und fotografiert
von Fam. Wagner aus 2243 Matzen.

Die Fotos dieses Nützlingshotels
sandte uns Hans Hartl
aus Kirchheim im Innkreis (OÖ).

Ein ganz spezielles Nützlingshotel nur für Ohrenschlüpfer stellten wir
bereits in Broschüre 16 (September 1986) vor: Ein Blumentopf, gefüllt
mit Holzwolle, wird an einen Baum gehängt (Schnur durch den Topf führen
und mit einem Ästchen sichern). Er dient „Ohrkriechern“ (die natürlich
nicht in die Ohren kriechen) als Unterschlupf. Nachts machen sie Jagd
auf Blattläuse.
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Nützlingshotels:
Haben Sie noch ein Zimmer frei?
Was wäre der Frühling ohne dem Gesumme
der Bienen, ohne dem Geflattere der Schmetterlinge, ohne dem Gebrumme
der geschäftigen Hummeln, die von Blüte zu Blüte ziehen?
Unvorstellbar, meinen Sie. Doch diese Schreckensvision ist nicht so
weit entfernt, schließlich sorgen Monokulturen, Umweltgifte, Gentechnik
und auch der Sauberkeitswahn in unseren Gärten dafür,
dass die Lebensräume für viele Insekten immer enger werden.
Betrachten wir einmal unsere Gemüsegärten
oder unsere Blumen- und Staudenbeete: Da wird im Herbst geschnitten
und umgegraben, was das Zeug hält. Zurück bleibt nackter Boden.
Auch das Laub wird sorgsam zusammengerecht, damit nur ja kein Blättchen
die sorgsam gepflegte und standortfremde Monokultur namens Rasen beleidigt.
Wie und wo sollen in einem solchen Garten jene Tiere und
Tierchen überwintern und überleben, die wir von Frühjahr
bis Herbst nicht schon durch unseren Hang zum Vergiften und Überdüngen
umgebracht haben?
Nützlingshotels und andere Unterkünfte
Schon mit einfachen Mitteln kann man Unterkünfte für
die Nützlinge in unserem Garten bereit stellen: Vom umweltgerechten
Gärtnern über das Anlegen eines Steinhaufens bis hin zum Bau
von Nützlingshotels reicht die Palette.
Erste und wichtigste Maßnahme ist selbstverständlich, dass
Gemüsegärten und Blumenbeete im Herbst nicht abgeräumt
werden. Was anfangs vielleicht ein wenig unordentlich aussieht
(so weit sind wir schon, dass wir natürliche Abläufe als unordentlich
bezeichnen), ist ein Segen für unsere Gartennützlinge. Hier
finden sie Unterschlupf und Futter. Fürs Abräumen
ist im Frühjahr noch immer Zeit genug.
Zusätzlich können wir künstliche
Unterkünfte in unterschiedlicher Form bereit stellen: vom Sand-
über den Stein- und Holzhaufen bis hin zu einer Vielzahl von extra
gebauten Nisthilfen.
Der vielleicht spektakulärste Beitrag ist das Nützlingshotel,
das sich auch gut zur Tierbeobachtung nutzen lässt. Es handelt
sich dabei, grob gesprochen, um eine Kiste (oder einen Rahmen), in den
unterschiedliche Wohnquartiere für Insekten eingebaut sind. Die
Palette reicht dabei von Stroh über Schilfhalme und Ästchen
bis hin zu Lehmfüllungen und Lochziegel.
Wichtig ist, neben der Orientierung nach Süden,
nicht nur eine möglichst große Vielfalt in der Materialwahl,
sondern auch ein Schutz gegen Nässe.
Wenn man Glück hat (und Geduld), stellt
sich der Erfolg schon bald ein.

Preise für die besten Schulen!
Die 3 besten Einsendungen von Schulen werden mit je 100 Euro
für die Klassenkassa belohnt! Fotos und Beschreibung der in
der Schule gebauten Nützlingshotels bitte einsenden an: „NÖ
gestalten“, Landhausplatz 1/13, 3109 St. Pölten oder
mail@noe-gestalten.at
Info: 02742 / 9005–15656.
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