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| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 119 (März 2008) |
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Die größten Sünden Bei Sanierungen und kleineren Umbauten, die man in Eigenregie durchführt, passieren bisweilen Fehler, die schwerste Schäden an der Bausubstanz anrichten oder die Qualität des Altbaus vernichten können. Richtige Materialien Trasskalk gibt es übrigens wie jeden
anderen Putz im Baustoffmarkt. Gezieltes Nachfragen beim Verkäufer
lohnt sich alle Mal. Gips ist nicht nur in Feuchträumen, sondern
auch in alten Häusern, z. B. zur Befestigung von Leitungen, Elektrodosen
etc., absolut tabu. Kastenfenster erhalten Die Sanierung kostet einen Bruchteil neuer
Fenster und gleichzeitig hat man ein wesentliches Gestaltungselement
des Hauses erhalten. Und punkto Wärmedämmung und Schallschutz
sind Kastenfenster wesentlich besser, als allgemein angenommen (und
von Fenstervertretern behauptet) wird. Kastenfenster bieten bauphysikalische
Vorteile durch den breiten Fensterstock, der Kältebrücken
vermeiden hilft. Charme erhalten Feuchte Wände Wenn die Mauern allerdings feucht sind, kann
dies viele Ursachen haben. Meist ist nicht nur das alte Baumaterial
schuld, sondern Fehler im Ausbau. Abhilfe schafft man, indem man Dach
und Dachrinne kontrolliert bzw. eine Rinne mit dem entsprechenden Abfluss
montiert. Ist dies in Ordnung, könnte ein falscher Außenputz
(sperrende Schicht durch einen Zementputz), der die Feuchtigkeit nicht
abdampfen lässt, vorhanden sein. Oft sind auch nachträgliche Innen-Ausbauten
Schuld an den nassen Flecken: durch sperrenden Schichten wie Zementestrich,
Plastikböden, Resopalverkleidungen etc. wird Feuchtigkeit, die
früher in den Raum ablüften konnte (und dadurch für die
optimale Luftfeuchtigkeit gesorgt hat), in der Wand gehalten. Übrigens: Wände mit weißen
Ausblühungen (Saliter) werden auch feucht, wenn die Luftfeuchte
im Raum steigt, selbst wenn kein Wasser mehr von unten nachkommt. Wärmedämmung Eine Dampfbremse gehört übrigens
unterhalb der Wärmedämmung aufgebracht. Keinesfalls darf die
Wärmedämmung mit einer Plastikfolie oben zugedeckt werden.
Sie würde binnen kurzem durchnässt und somit wirkungslos sein. Drainage Abgesehen davon, dass sie oft völlig
falsch verlegt werden (zu wenig Gefälle, keine Putzöffnungen,
keine geeignete Filterschicht gegen den Eintrag von Feinsedimenten etc.),
werden dafür gerne jene Schläuche verwendet, die für
die Flächendrainage in der Landwirtschaft erzeugt wurden. Sie garantieren,
dass das Fundament des Hauses optimal bewässert wird. Daher: Fachleute fragen, wie es richtig geht.
Wussten Sie, dass eine Drainage nur in etwa zwei von hundert Fällen
notwendig ist? Oberflächenwasser, das bei Gewitter über einen
Hang zum Haus rinnt, gehört genauso wie unterirdische Wasserläufe
und Quellen in größerer Entfernung oberhalb des Hauses abgeleitet.
Mehr Information bei den Seminaren der NÖ Gestaltungsakademie sowie im Rahmen unserer Bauberatung.
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