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| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 121 (September 2008) |
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Fotos: Marius Höfinger |
Klosterladen in Herzogenburg Alte Mauern und heutige Gestaltung sind eine gute Paarung, wie man an diesem Beispiel von Architekt Richard Zeitlhuber sehen kann. Pforte, Gang und Saal sind die drei Entwurfsbausteine
der Neukonzeption des Informations- und Empfangsbereiches im Stift Herzogenburg. Der Zugang erfolgt vom Vestibül aus,
wo man über ein metallenes Portal und in weiterer Folge unter der
Prälatenstiege zum Informationsbereich gelangt; dieser wurde wie
eine tunnelartige Schachtel, gleichsam als Architektur-Implantat, in
die barocke Bausubstanz eingeschoben. Durch Entfernung eines ca. 90 cm dicken Mauerstückes,
das auch für den Statiker eine technische Herausforderung darstellte,
konnte der mit Gewölbe überspannte Raum in eine symmetrische
Form gebracht werden, dem sich die aus Nussholz bestehende Ladeneinrichtung
in sehr schlichter Ausformung unterordnet. Dunkles Holz und schwarzer Stein finden auch
beim Verkaufspult Verwendung und bilden einen Kontrast zum weiß
gefärbelten Ambiente der historischen Bausubstanz. Den einzigen Farbakzent in der Möblierung schaffen die beiden mit roten Velour bezogenen Sitzbänke, die den wartenden Klosterbesucher zur Rast auffordern.
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