![]()
| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 121 (September 2008) |
|
Broschüre
Gestaltungs-
Berichte
Serien
MEHR
|
vorher
Fotos: Harald Böckl,
|
Klosterneuburg: Mangelhafte Haustechnik und fehlende Wärmedämmung machten den Umbau dieses Hauses in Klosterneuburg notwendig, um eine zeitgemäße Wohnqualität zu erreichen. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoß
waren aufgrund von Feuchtigkeit nicht benutzbar und das bewohnte, über
eine schmale, gewundene Holztreppe zu erreichende Obergeschoß,
hatte keine Wärmedämmung und kein Heizsystem aufzuweisen. Das Konzept Der ansehnliche Garten rund um das Haus legte
nahe, den Innenraum mit Ess-Wohnbereichen im Erdgeschoß soweit
wie möglich dem Außenraum zu öffnen. Das Erdgeschoß
sollte große offen Räumlichkeiten, eine starke Verbindung
in den Garten und eine großzügige Öffnung mit Treppe
in das Obergeschoß erhalten. Auf diese Weise sollte das alte
Wohnen, das auf einer Aufeinanderfolge von Einzelräumen und
Gängen aufbaute, durch ein zeitgemäßes Wohngefühl
mit großzügigen horizontalen und vertikalen Raumspangen ersetzt
werden. Wie wurde das erreicht? Der Wohnraum, der die gesamte südliche
Breite des umgebauten Hauses einnimmt, erhält durch die großzügige
Öffnung einen zweigeschoßigen Akzent und eine Erweiterung
des Wohnraumes ins Obergeschoß. Auf diese Weise erstreckt sich
der Hauptraum von der Kochnische im Nordosten über den Wohnraum
im Süden die Freitreppe hinauf bis in das Gästezimmer im nordwestlichen
Obergeschoß. Das ergibt für diesen Umbau ein völlig
neues zweigeschoßiges Raumkonzept. Der Wohn-Essraum erhält
im Wohnbereich einen willkommenen Akzent. Das vorher in zwei Wohnbereiche,
Erdgeschoß und Obergeschoß, getrennte Haus wird durch einen
hellen zweigeschoßigen Raum verklammert. Die Verglasung über
Eck wertet auch die Verbindungstreppe, die sich im zweigeschoßigen
Bereich des Wohnraumes befindet, auf. Diese Treppe ist beides: eine optische und
funktionale Verbindung der zwei Ebenen und zusammen mit der unverputzten
Natursteinwand dahinter eine Skulptur, die zur Attraktivität des
Wohnraumes beiträgt. Jeder Abstieg vom Obergeschoß wird zu
einem besonderen Erlebnis. Durch die zweigeschoßige Eckverglasung
vor der Treppe hat man beim Abstieg in den großzügigen Wohnraum
den Eindruck, sich direkt inmitten der Bäume im Garten zu befinden. Technische Details Natürlich bekam das gesamte Haus einen
guten Vollwärmeschutz, um den Wärmeverlust zu minimieren und
dennoch die gemütlichen Steinmauern im Inneren ihren vollen Beitrag
zum optimalen Raumklima leisten zu lassen. Als Heizsystem wurde eine
Pelletsheizung gewählt mit Unterstützung durch Solarenergie
bei Warmwasserbereitung und Übergangsheizung. Die Planung erfolgte durch Architektin Caterina Faggi Spiluttini und Architekt Ambros Spiluttini, Wien.
|
![]()
NÖ gestalten, Amt der NÖ Landesregierung,
3109 St. Pölten, Landhausplatz 1/13
Tel. 0 27 42 / 90 05 1 56 56, Fax: DW 1 36 60
Webdesign & Copyright Die Werkstatt vom Böckl 20012010