Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 121 (September 2008)

 

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„NÖ gestalten“

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Gestaltungswettbewerb:  Um- und Zubau in St. Pölten

Gestaltungswettbewerb:  Um- und Zubau in St. Pölten

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Fotos: Schania, Pottenbrunn

 

 

St. Pölten: Zwei Wohneinheiten
in einem Haus

Dieses Haus in St. Pölten wurde aufgestockt,
um eine zweite Wohneinheit für den Sohn zu schaffen.

Das bestehende Haus in seiner alten Form sollte wärmetechnisch wesentlich verbessert und architektonisch aufgewertet werden (Tonnendach). Der obere Wohnbereich sollte eine getrennte Wohnmöglichkeit bieten und ist daher über eine Außenstiege separat zu betreten.
Durch die logistische Vorbereitung der durchführenden Baufirma, die als Generalunternehmer alle Professionisten koordinierte, konnte die Familie die ganze Bauzeit über im Haus wohnen.

Die Aufstockung in Holzbauweise ermöglichte kürzeste Bauzeiten (4,5 Monate) und einen sofortigen Bezug nach Fertigstellung, da keine Trocknungszeiten einzuhalten waren. Durch die sanfte Bauweise konnte auch der kleine, aber liebevoll gepflegte Garten voll erhalten werden.
Das bestehende Einfamilienhaus wurde um eine Wohneinheit im Dachgeschoß erweitert und das bestehende Mauerwerk mit einem Vollwärmeschutz wärmetechnisch verbessert.

Dazu wurde der bestehende Walmdachstuhl abgetragen und durch eine tonnenförmige Leimbinderkonstruktion ersetzt. Die bestehende Stiege wurde ins Dachgeschoß verlängert.
Die Längsseite des Wohnzimmers ist exakt nach Süden gerichtet, der Essplatz zum Balkon geöffnet.

Der Balkon als Freiraum im OG dient dem bestehenden EG als Sonnenschutz vor Überhitzung im Sommer. Der Grundriss wurde um den vorhandenen Kaminschacht herum entwickelt mit strenger Achseinhaltung der Leimbinderachsen (4 m). So ergab sich ein geradliniger offener Grundriss.

Der Wohnraum erhielt durch die Tonnenform des Daches eine großzügige Höhe bis zu 3,50 m und durch eine Lichtkuppel im Essbereich eine Wintergartenatmosphäre.

Die neue Wohneinheit hat eine Nutzfläche von 124 m² und besteht aus Wohnzimmer mit Küche, Esszimmer sowie drei Schlafzimmern und Sanitäreinheit. Die Heizung erfolgt durch eine eigene Gasbrennwerttherme mit Rauchrohr und Zuluft über Dach. Die bestehenden Räume im EG blieben unverändert.

Planung: Arch. DI Helmut Schaber, St. Pölten. Ausführung und Baukoordination: Bmst. Ing. Johann Schania, Pottenbrunn.

 

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