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Romantik pur spiegeln
die Fotos von Erwin Aigner,
die er im Hintaus von Schöngrabern
bei Hollabrunn gemacht hat.

„Ich hab viele Fotos zu Ihrem neuen Thema Hintaus gefunden, so dass es mir richtig schwer fiel, die besten heraus zu suchen. Oft sind es nicht nur Ansichten von Hintaus, die es einfach Wert sind, fotografiert zu werden. Hintaus kann auch ein hervorragender Standpunkt für die Kamera sein, um einmal die Heimat-Gemeinde, aus einer anderen Sicht zu sehen und bildlich festzuhalten”, schreibt Birgit Unger aus Bad Pirawarth.
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Wunderwelt Hintaus
Während vorne die „schöne Fassade“ vor allem die Nachbarn beeindrucken soll, bleibt für das wahre Leben im „Hintaus“ gerade noch
Platz. Fangen wir es gemeinsam ein,
halten wir es gemeinsam fest. Wir laden Sie ein zu einem Streifzug durch die „vergessene“ Schönheit unserer Dörfer.
Der Jugend
auf der Spur
Er besucht die alte Heimat wieder, wandelt durch die Strassen der Erinnerung, sucht die Pfade seiner Kindheit und geht doch durch eine fremde Welt.
Wie hat sich der Ort verändert, die neuen Wege, die breiten Strassen, staubfrei, Asphalt, Beton und weißer Kies, dazwischen Blumenbeete und Rabatte, alles bunt und sauber, getrimmter Rasen wo einst Kamille wucherte, Rosen und Begonien, wo einst der Spitzwegerich blühte.
Statt des Holunders eine Magnolie und statt des Birnbaums eine Platane. Schön ist das alles anzuschauen, und doch befällt ihn Wehmut, das ist alles so anders wie er es in Erinnerung hat.
Er wandert weiter, durch die kleine Gasse zwischen den Häusern ins „Hintaus“ und steht in einer anderen Welt.
„Hintaus“, die Straße der Scheunen, der vielen Hofausfahrten und der Holzschuppen, abgestellte Wagen und landwirtschaftliches Gerät.
„Hintaus“, wo die Zäune noch schief stehen, so manches Gartentor an einer Angel hängt und der Löwenzahn die Wege säumt.
Wo Hollerstauden ihre heilsame Blütenpracht entfalten und wilder Hopfen, Baumstämme umwuchert.
Kleine Gemüsegärten voll herrlichem Gemüse, zu jedem Hof sein Garten. Dille, Rhabarber, Kohlköpfe, Paradeiser, ein Stillleben, belebt durch die Farben buntester Blumen.
Mein Gott, wann hat er zuletzt solche Pracht gesehen?
Dort drüben steht noch der bemooste Ziegelstoß, seit ewig bereitgestellt, doch nie gebraucht. Hinter ihm hat er einst die erste Zigarette geraucht, die Packung zwischen den Steinen versteckt.
Da, der riesige Fliederbusch, der den Kindern damals Höhle, Haus und Burg war, unter dem er seinen ersten Kuss auf erhitzte Lippen drückte.
Hier der alte verrostete Pflug, kein Mensch weiß wem er gehört, kein Mensch hat ihn je entfernt.
Er diente den Kindern als Flugzeug, Auto, Lokomotive oder anderen Träumereien.
Und plötzlich fühlte er sich jung, herrlich jung.
Er könnte die Welt umarmen und die Erinnerungen werden lebendig und plötzlich weiß er es, hier ist es, hier war seine Kindheit versteckt, hier hinter Holler und Flieder, bei den Scheunen und dem alten Pflug, hier hat er sie wieder gefunden, hier an diesem Ort: Im „Hintaus“.
Friedrich Damköhler
Hintaus(„si“) war offensichtlich
die Welt der Kindheit.
Auch für mich begann als Kind in Ottenschlag (Waldviertel) die große Freiheit auf der Rückseite des Unteren Marktes. Sehr anziehend waren die Gärten: die Ribisel, Himbeeren und Kriecherl der Nachbarn schmeckten besonders gut. Diese hatten auch Kinder, und diese Kinder wiederum dachten, die Früchte im Garten unserer Eltern seien besser - so war der „Mundraub“ hintaus(„si“) ausgeglichen.
Seit Jahren lebe ich nun in der Steiermark und bedanke mich sehr herzlich für die Zusendung der Broschüre. Oft komme ich jedoch ins Waldviertel, und es zieht mich immer nach „Hintaus“.
Friederike List, 8021 Hausmannstätten
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