Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 123 (März 2009)

 

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„NÖ gestalten“

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Zu- und Umbau in St. Pölten

Zu- und Umbau in St. Pölten

Zu- und Umbau in St. Pölten

Zu- und Umbau in St. Pölten

 

 

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Zu- und Umbau in St. Pölten

Fotos: Architekt Sam, Familie Karner

 

St. Pölten: Aufgefächert
für ein Mehr an Raum

Ziel der Um- und Zubaumaßnahmen dieses Einfamilienhauses in St. Pölten war, den ursprünglichen Entwurfsgedanken und den Charakter des Hauses (Bj. 1988) aufzunehmen und formal in die heutige Zeit zu transformieren.

Im Detail sollten zwei neue Zimmer (Arbeitszimmer und Kinderzimmer im OG) geschaffen, eine bessere Öffnung des Essbereiches nach Süden hin erzielt und eine Neugestaltung der Gartenfassade unternommen werden. Bedingung war, möglichst wenig des bestehenden Bauwerkes abzutragen, bzw. die Bewohnbarkeit des Hauses während der gesamten Bauphase zu gewährleisten.

Konzept
Architektonisches Konzept des Umbaues war, einen zusammenhängenden fließenden Raum als Wohnbereich zu schaffen, bei gleichzeitig eindeutiger Zonierung in die einzelnen Nutzungsbereiche nicht nur im Grundriss, sondern als Raumsequenz auch im Schnitt.

Durch die Auffächerung der einzelnen Fassadenteile (raumbildende Außenwand-, Schirmwand- bzw. Verglasungskanten jeweils im EG und OG) und die leichte Verschiebung der Kantenverläufe zueinander durch die Geometrie der Gartenfassade wird der Übergangsbereich zwischen offenem Wohnbereich, Terrasse und Garten ausgedehnt, wodurch eine fließende Grenze zwischen Innen und Außen entsteht – Innen- und Außenraum greifen ineinander und überschneiden sich in der überkragten Zwischenzone.

Dieses Konzept wurde durch die klare Durchbildung der Detaillösungen und besonders durch die rahmenlose Ausführung der Verglasungsflächen noch verstärkt, die überdies eine großzügige Belichtungssituation schaffen.

Durch die Verwendung von Fertigholz-Deckenelementen (Mischkonstruktion aus Stahlkonstruktion und Massivholzdecken mit Zusatzdämmung und rahmenlosen Fenstern bzw. Verglasungselementen) konnte rasch und individuell auf die anspruchsvolle Grundrissform reagiert werden. Die Bauzeit konnte mit rund zehn Wochen sehr kurz gehalten werden.

Die Planung erfolgte durch Architekt DI Franz Sam, 1010 Wien; Mitarbeit: Verena Bollmann, Gregor Holzinger, Sofia Hagen und Judith Schafeiner.

 

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