Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 124 (Juni 2009)

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Dächer und Fassaden

Alte Dörfer besitzen eine interessante Dachlandschaft.
Doch wie entwickeln sich unsere neuen Siedlungen?

Foto: Kati Martinek

 

Leserbeiträge zum Thema:
Dächer und Fassaden

Um mich ganz kurz zu fassen:
1. Ich finde es außerordentlich begrüßenswert, wie Sie sich um das Thema Gestalten annehmen. Und hiermit auch ein großes Danke für Ihr Bemühen und Ihre Arbeit.

2. Mich beunruhigt zutiefst eine Tendenz – speziell von Eigenheimbesitzern – zur meines Erachtens völlig unpassenden farblichen Gestaltung ihrer Hausfassaden.

Speziell im Raum Zwettl und umliegenden Gemeinden konnte ich in den letzten drei Jahren beobachten, wie so nach und nach eine Großzahl von Häusern in grellen, für das Auge sehr aufdringlich empfundenen Farben bemalt wurden. Die verwendete Farbskala reicht von einem kräftigen Rot über Orange bis hin zu kühleren Farben, die dennoch in auffällig knalligen Tönen abgemischt sind – bei Neubauten ebenso wie bei renovierten Objekten.

Für mich ist diese Farbwahl weder aus einer Tradition heraus, noch aus landschaftsgestalterischen Gesichtspunkten nachvollziehbar. Wenn ich es emotional überzogen ausdrücken würde:
Es hinterläßt den Eindruck, als hätte jemand überdimensional Müll in die Gegend gestreut.
Ich denke, dass dieses Thema Ihnen mittlerweile bekannt ist, da es sich offenbar nicht nur auf die von mir geschilderte Gegend bezieht und hoffe, dass hier eine Initiative auch in Ihrem Sinn bald Erfolg erzielen kann.
Günter Garger, 1070 Wien

 

Ihre Broschüre „NÖ gestalten“ ist mir nach langer Zeit ans Herz gewachsen und ich warte sehnsüchtig schon immer wieder auf das nächste Exemplar. Viele Berichte konnte ich schon als Anregung verwenden und manches vorgestellte Bauvorhaben durfte ich in der Fertigstellung selbst in Augenschein nehmen.

Trotz all des Lobes an die ausführenden Facharbeiter, an die Herrn Architekten und an das Einbinden und das Miteinander mit der Natur, bin ich doch sehr enttäuscht über die Dachlandschaft.
Ich selbst bin ein alter „Dachhase“ und vermisse die Krone eines Hauses. Flachdächer passen nicht in unseren ländlichen Raum und stellen oft unüberwindbare Schwierigkeiten für den Ausführenden dar.

Bei Großbauten (wie z. B. Spitälern) finde ich noch ein Ja. Beim Einfamilienhaus – Anbauten, Zubauten – finde ich es geschmacklos. Diese Häuser werden zu Wohnblocks und nicht zum schmucken Wohnhaus. Dadurch lösen die Metalldächer den heimischen Tonziegel ab. Das Wohnerlebnis in der Mansarde wird beeinträchtigt und auch der Lärmpegel steigt. Dabei denke ich immer an Ihre Worte „Schiach bauen – nein danke“!
Mit freundlichen Grüßen, aber doch etwas nachdenklich Herbert Leuthner, per mail

 

Ich lese mit Interesse „NÖ gestalten“ und finde diese Broschüre sehr gut. Anhand des Artikels über die zierlichen Lüftungsöffnungen habe ich mich wieder einmal gefragt, was man wohl in fünfzig bis hundert Jahren an den heutigen modernen Häusern reizvoll finden wird. Werden sie auch einen gewissen Charme entwickeln oder wird nur Polystyrol und Glaswolle aus der Fassade quellen?
Hermine Wernhart, per mail

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