Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 124 (Juni 2009)

 

Broschüre

Über die Broschüre
„NÖ gestalten“

Broschüre abonnieren (Druckexemplar, Zustellung per Post)

Haben auch Sie einen Beitrag für unsere Broschüre „NÖ gestalten“, dann rufen Sie uns an (Tel. 02742/9005-15656)
oder senden Sie uns eine e-mail.

 

Gestaltungs-
Wettbewerb

Sollenau

Wr. Neustadt

Pillichsdorf

Reichenau

Zwettl

Böheimkirchen

ONLINE-Abstimmung

 

Berichte

Dächer und Fassaden

Erdställe und Keller

Gartenhaus

Innenhof

Stadl renoviert

Pfeil Tierhaltung im Ort

Pfeil Trockensteinmauern

 

Serien

Pfeil Hintaus

Spione

Humor in Bildern

Pfeil Scheinbar unscheinbar

Leserbriefe

 

MEHR

Wollen Sie mehr lesen und sehen? Dann abonnieren Sie unsere Broschüre kostenlos.
Ein Service des Amtes der NÖ Landesregierung.

 

Tiere im Ort

Foto: Gudrun Kurz

 

Tierhaltung im Ort –
Freude oder Belästigung?

Viele ziehen auf’s Land, um im Grünen zu wohnen, Ruhe zu haben, die gute Luft zu genießen und im Garten zu grillen. (Fast) jeder isst gerne ein Schnitzerl, einen Schweinsbraten. Noch besser, wenn es vom Bauern direkt kommt. Auch im Supermarkt greifen immer mehr Menschen zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung, aber neben Tieren wohnen?

Tiere machen Mist, und der stinkt. Tiere machen Lärm, und wenn sie artgerecht im Freien gehalten werden dann hört man das auch – am Sonntag um fünf in der Früh, wenn der Hahn kräht.

Man hat’s nicht leicht als Tierhalter. Früher gehörten sie zum Ortsbild dazu, die Tiere, ihre Stallungen und der Misthaufen. Heute wird bei Immobilienanzeigen extra dazu geschrieben: „Tierhaltung erlaubt“.

Die Anforderungen an die Tierhaltung sind anders geworden. Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner sind zwar immer noch Nutztiere – Fleisch-, Milch-, Eierlieferanten, aber die Bedingungen haben sich geändert – steigender Fleischkonsum, Massentierhaltung kontra Wunsch nach Biofleisch usw.

Pferdefleisch war nie von großer Bedeutung. Das Pferd war ein Arbeitstier. Als solches ist es verschwunden.

Dass es nicht gänzlich verschwunden ist, verdankt es seiner Eigenschaft als Reittier. Es wurde zum Freizeitpartner und erlebte mit dem Reitsport einen Wiederaufschwung.

Neben dem klassischen Reitstall mit Einstellbetrieb wird die private Pferdehaltung „hinterm Haus“ immer beliebter. Man will sein Pferd nicht nur reiten, sondern auch mit ihm „leben“.
„Seit Ihre Pferde da sind, haben wir viel mehr Fliegen“, sagt der eine Nachbar.

„Tschuldigung, könnt ich vielleicht eine Scheibtruhe Pferdemist haben, das ist der beste Dünger für meinen Gemüsegarten und die Rosen“, sagt die andere Nachbarin.
„Wenn ihr Pferd auf die Straße mistet, dann müssen’s das aber schon wegräumen!“ meint wieder ein Anderer.
„Jö Mami, schau, Pferde, dürf ma streicheln?!“, sagen die Kinder.

„Urlaub auf dem Bauernhof“ – für die Kinder, damit sie erfahren, dass Kühe nicht lila sind.
Mit ein bisschen Toleranz und gutem Willen von allen Seiten sollte es doch möglich sein, dass Tiere und ihre Koppeln, Ausläufe, Gehege und Stallungen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag wieder zum Ortsbild dazugehören.
Manche mögen nicht nur ihre Gurken und Paradeiser aus dem eigenen Garten, sondern auch das Frühstücksei von den eigenen (glücklichen) Hühnern, oder einfach nur Tiere um sich haben.

Gudrun Kurz, 2134 Ernsdorf bei Staatz

Und wie lautet Ihre Meinung?
Zuschriften bitte an:
„NÖ gestalten“,
Kennwort: „Tiere“
Landhausplatz 1/13
3109 St. Pölten
mail(at)noe-gestalten.at
Kontaktformular

 

zurück zur Übersicht

kostenloses Broschüren-Abo bestellen