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| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 124 (Juni 2009) |
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Foto: Gudrun Kurz |
Tierhaltung im Ort – Viele ziehen auf’s Land, um im Grünen zu wohnen, Ruhe zu haben, die gute Luft zu genießen und im Garten zu grillen. (Fast) jeder isst gerne ein Schnitzerl, einen Schweinsbraten. Noch besser, wenn es vom Bauern direkt kommt. Auch im Supermarkt greifen immer mehr Menschen zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung, aber neben Tieren wohnen? Tiere machen Mist, und der stinkt. Tiere machen Lärm, und wenn sie artgerecht im Freien gehalten werden dann hört man das auch – am Sonntag um fünf in der Früh, wenn der Hahn kräht. Man hat’s nicht leicht als Tierhalter. Früher gehörten sie zum Ortsbild dazu, die Tiere, ihre Stallungen und der Misthaufen. Heute wird bei Immobilienanzeigen extra dazu geschrieben: „Tierhaltung erlaubt“. Die Anforderungen an die Tierhaltung sind anders geworden. Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner sind zwar immer noch Nutztiere – Fleisch-, Milch-, Eierlieferanten, aber die Bedingungen haben sich geändert – steigender Fleischkonsum, Massentierhaltung kontra Wunsch nach Biofleisch usw. Pferdefleisch war nie von großer Bedeutung. Das Pferd war ein Arbeitstier. Als solches ist es verschwunden. Dass es nicht gänzlich verschwunden ist, verdankt es seiner Eigenschaft als Reittier. Es wurde zum Freizeitpartner und erlebte mit dem Reitsport einen Wiederaufschwung. Neben dem klassischen Reitstall mit Einstellbetrieb wird die private Pferdehaltung „hinterm Haus“ immer beliebter. Man will sein Pferd nicht nur reiten, sondern auch mit ihm „leben“. „Tschuldigung, könnt ich vielleicht eine Scheibtruhe Pferdemist haben, das ist der beste Dünger für meinen Gemüsegarten und die Rosen“, sagt die andere Nachbarin. „Urlaub auf dem Bauernhof“ – für die Kinder, damit sie erfahren, dass Kühe nicht lila sind. Und wie lautet Ihre Meinung?
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