Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 124 (Juni 2009)

 

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„NÖ gestalten“

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Zu- und Umbau in Reichena

Zu- und Umbau in Reichena

Zu- und Umbau in Reichena

Zu- und Umbau in Reichena

 

Fotos: Franz Zwickl

 

Reichenau: Eine Symbiose
aus Alt und Neu

Eine für Reichenau an der Rax (Bezirk Neunkirchen) typische Jahrhundertwende-Villa sollte erweitert und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden.

Aus Respekt vor dem Altbau wurden die geforderten neuen Flächen in einem eigenständigen modernen Zubau zusammengefasst. Es entstand ein ovaler, weißer Solitär, das neue transparente Stiegenhaus dient als „Gelenk“*) und „Abstandhalter“*) zwischen alter und neuer Architektur.

Um den für den Neubau wichtigen direkten Gartenzugang zu gewährleisten, wurde eine „Split-Level-Lösung“*) erarbeitet. Das bedeutet, dass im Übergang zwischen Alt- und Neubau nur jeweils ein halber Treppenlauf zu bewältigen ist.
Das in Ziegelmauerwerk errichtete Oval ist im Erdgeschoß loftartig*) und offen strukturiert, Wohnbereich, Lesezone und Arbeits-Erker gehen ineinander über.

Eine gestockte Sichtbetonwand und der schwarze Gussasphaltboden kontrastieren mit feinen Oberflächen. Durch die fächerartige, teilweise offene, teilweise geschlossene Holztramdecke entstanden spannende unterschiedliche Raumhöhen.

Im Obergeschoß wurden das Elternschlafzimmer samt großzügigem Bad und Sauna situiert. Rumdum angeordnete schmale Fensterschlitze zeigen vom Inneren aus fast posterartig die großartige Landschaft ringsum. Anstelle von Mauern trennen hier raffinierte Einbauschränke die offenen von den intimeren Bereichen.

Im fast filigran wirkenden Stiegenhaus wurde auch für einen später einzubauenden Kleinaufzug Flächen vorgesehen, selbst ein geborgenes, leicht erhöhtes „Hundeplatzerl“ wurde eingeplant.
Im Obergeschoß des Altbaus wurden den Kinderzimmern kleine moderne Nasseinheiten eingebaut. Auch hier wurden die Möbel in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern entworfen.
Die Planung erfolgte durch das Atelier Fürtner-Tonn, 1010 Wien.

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