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| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 124 (Juni 2009) |
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Fotos: DI Michael Hausperger,
Wer die Pfarrchronik einsehen, Interessantes über die Pfarre Sollenau erfahren oder beim Arbeiten und Gestalten zusehen will, ist dazu eingeladen unter |
Engagierte Helfer Die Pfarrkirche und der Pfarrhof von Sollenau sind die einzigen erhaltenen Bauwerke, deren Geschichte bis in die Anfänge des Ortes zurückreicht. Kirche und Pfarrhof wurden um 1200 als damals übliche hochmittelalterliche Burg-Kirchenanlage gegründet und durch Zubauten im Laufe der Zeit zu einer Wehrkirchenanlage ausgebaut. Als Wehrkirche bot diese Kirche mit ihrer Mauer, dem Wehrturm und den doppelten Wassergräben der Bevölkerung Schutz bei feindlichen Angriffen. Kirche und Pfarrhof wurden durch Kriege, Brände und Erdbeben mehrmals arg beschädigt und immer wieder neu aufgebaut. Anlässlich der 850-Jahr-Feier der Gemeinde Sollenau wurde die Pfarrkirche mit öffentlichen Mitteln gründlich renoviert. Für den ebenfalls sanierungsbedürftigen Pfarrhof hieß es „bitte warten“, da keine Finanzierung absehbar war. Der Pfarrhof war in früheren Zeiten ein Wirtschaftshof des jeweiligen Pfarrherrn und besaß alle Nebengebäude wie Schuppen, Tenne, Pferdestall, Weinkeller, Kuhstall etc. Dann folgte der Pfarrkeller, der in den ehemaligen doppelten Wehrgraben hineingebaut worden war. Im Zuge dieser Arbeiten konnten wir die über die Wehrgräben führende Gewölbebrücke wieder freilegen und sichtbar machen. Der Pfarrkeller dient nunmehr nach erfolgter Trockenlegung als Veranstaltungsraum für Vorträge und Jugenddiscos. Aus dem ehemaligen Pferdestall gestalteten wir eine Pfarrwerkstatt, an die ein Salettl anschließt, welches gleichfalls saniert wurde Aus dem funktionslosen Öltankraum mit seinen schönen erhaltenen Kreuzrippengewölben gestalteten wir in vielen Arbeitsstunden das Im Rahmen der Mitwirkung bei der Renovierung der Pfarrkirche und vor allem beim Pfarrhof wurde von uns auch die gesamte Geschichte dieser Bauwerke von der Gründung bis zum heutigen Tag erforscht und dokumentiert. Als Ergebnis dieser Arbeiten erstellten wir gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt ein Modell der seinerzeitigen Wehrkirchenanlage, das in der Kirche aufgestellt wurde. Wir haben bei den bisherigen Tätigkeiten die vor ca. drei Jahren ihren Anfang nahmen, viel Freude mit der Renovierung dieser altehrwürdigen Gebäude erfahren und haben noch etliche Aktionen vor, von denen wir euch dann gerne berichten wollen. Ein Auslöser für unsere Arbeiten war vor allem eure Zeitschrift, die ermuntert NÖ schöner zu gestalten“, schreiben DI Michael Hausperger und Helmut Laas im Namen aller freiwilligen Mithelfer.
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