Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 125 (August 2009)

 

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„NÖ gestalten“

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Klosterneuburg

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Klosterneuburg vorher

Fotos: Stadtgemeinde Klosterneuburg

 

Klosterneuburg:
Historische Badekabinen

Bei der Generalsanierung des
80-jährigen Kabinentraktes in Klosterneuburg
gab es so manche Überraschung . . .

Ziel der Renovierungsarbeiten war die Wiederherstellung der bemerkenswerten Architektur der Zwischenkriegszeit.

Offensichtlich hatten die 45 Wohnkabinen mit Ihren Balkonen und Terrassen schon einiges erlebt. Da waren z. B. der Eisstoß auf der Donau 1940, der zahlreiche Holzstützen knickte und das ganze Gebäude verschob. Oder die vielen Hochwässer, die durch das Untergeschoß strömten. Und nicht zuletzt die Kabinenmieter, die, gut gemeint, viel zur Verwandlung beitrugen.

„Beim Abbruch der vermorschten Deckenbalken im Bereich der Balkone stellten wir fest, dass die äußeren Ständerwände nicht tragend, weil zu kurz, sind. Auch waren Raumaufteilung und Stützenraster im Ober- und Untergeschoß sowie an Wasser- und Landseite verschieden. Wieso? Die Erklärung lieferten alte Pläne aus dem Stadtarchiv, die Architekt Franz Polzer im Februar 1920 für das ,Neue Strandbad Klosterneuburg‘ gezeichnet hatte.
Wir waren auf die Holzkonstruktion einer von den insgesamt zwölf Holzbaracken gestoßen, die damals Kästchen, Umkleiden und Einzelkabinen beherbergten. Sogar die Kabinennummern 11 bis 20 waren, wie am Plan und den Fotos ersichtlich, noch vorhanden“, berichtet Ing. Fuchshuber (Gemeinde Klosterneuburg).

Im Zuge der Arbeiten wurde Vieles, das im Laufe der Jahrzehnte verändert wurde, originalgetreu wiederhergestellt. Rechtzeitig zur Badesaison 2009 konnten die alten Stockkabinen im neuen Glanz von Ihren Mietern bezogen werden.

Planung und Bauaufsicht erfolgte durch Architekt Gerald Sterlich, 3411 Weidling, in Zusammenarbeit mit der Bäderverwaltung unter Ing. Andreas Fuchshuber.

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