Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 126 (November 2009)

 

Broschüre

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„NÖ gestalten“

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Detaillierte Informationen

Merkblätter unter dem Titel „Netzwerk barrierefrei“ sind erhältlich bei: Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR),
01/513 15 33, www.oear.or.at

PDF-Broschüre des Ministeriums für Soziales
zum Download
https://broschuerenservice.
bmask.gv.at

Eine Gruppe der TU Wien hat eine interessante
Homepage zum Thema gestaltet:
http://info.tuwien.ac.at/
uniability/bauen.htm

 

 

 

Tipps und Gedanken zum
Thema „barrierefrei bauen“

Sie sind heute jung, sportlich und agil und bauen ein Haus. Dieses soll für Sie ein Optimum an Bequemlichkeit bieten (natürlich schon jetzt, im jugendlich-agilen Alter), einen guten Verkaufswert erzielen (schließlich wissen Sie ja nicht, ob Sie ewig dort leben werden) und (wenn Sie doch dort alt werden) auch dann noch bequem sein, wenn Sie nicht mehr so mobil und beweglich sind.

Vielleicht ist dann der eine oder andere Punkt für Ihre Planung von Interesse:

• Aus einem nicht barrierefreien WC und einem nicht barrierefreien Bad lässt sich durch Entfernen einer Zwischenwand ein barrierefreier Sanitärraum machen. Dazu müssen diese beiden Räume allerdings geeignet nebeneinander liegen (der Planer weiß, wie).

• Wenn der WC-Raum nicht tief genug ist, wird sogar ein Gipsbein zu einem Problem . . .

• Nach außen aufgehende WC-Türen sind für gebrechliche Personen (und auch mit Gipsbein) leichter zu bedienen als nach innen aufgehende.

• Der Boden von Badewannen und Duschtassen sollte sich ungefähr in Höhe des Fußbodens befinden. Wer mit nassen Füßen aus der Wanne hinunter steigen muss, kann leicht ausrutschen.

• Wer eine Garage oder einen Abstellplatz fürs Auto errichtet, sollte dies schon dem eigenen Komfort zuliebe vernünftig tun, nämlich mit einer Gesamtbreite von 3,50 m. Dann kann man bequem ein- und aussteigen (und nebenbei sogar einen Rollstuhl benutzen).

• Die Erschließung des Erdgeschoßes sollte stufenfrei möglich sein. Dies ist auch beim Hereintragen des Einkaufs ein Vorteil.

• Durchgangsbreiten
(Türen): mindestens 80 cm, besser 90 cm

• Im Garten bzw. auf Gehwegen: Vermeidung von einzelnen Stufen; zumindest aber die Möglichkeit vorsehen, eine flache Rampe nachträglich einzurichten.

• Max. Steigung (Gefälle) für Kinderwagen bzw. Rollstuhl:. 6 %

• Bei Türen: auf Schwellen weitgehend verzichten; bei Außentüren max. 3 cm hoch, bei Innentüren max. 2 cm

• Ein Windfang unter 200 x 150 cm ist mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Gehhilfe nicht oder nur sehr schwer benutzbar – und auch beim Heimtragen von Bierkisten nicht gerade angenehm.

 

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