Broschüre „NÖ gestalten“,
Ausgabe 127 (März 2010)

 

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Ziegelmuseum

Franz Puttenhauser: Herr über 2.000 alte Ziegel, die er in seinem Privatmuseum fein säuberlich sortiert hat.

 

Fotos: Gerhard Spanring

 

Grafenwörth: Die 2.000
Ziegel des Herrn Puttenhauser

Wo früher die Kirche von Grafenwörth stand (sie stürzte 1790 ein), steht heute ein anderes „Heiligtum“, ein ansehnlicher Bau mit geschnitztem Holztor und roten Ziegeln an den Kanten: das private Ziegelmuseum von Franz Puttenhauser.

Franz Puttenhauser ist oder war weder Maurer noch „Ziegelschlager“ oder „Sandler“, der einst Sand in die Holzformen streute, damit der Lehm nicht anklebte. Er ist einfach passionierter Sammler. Wie andere Briefmarken, Bierdeckel oder Ansichtskarten sammeln, hortet er Mauerziegel – seit 1999.

2.000 rote oder rötliche Mauerziegel, jeder mit Zeichen, Namen, Initialen oder Wappen, wie sie nur die ehemaligen Hoflieferanten einprägen durften, fein säuberlich auf Regalen bis zum Dach hin aufgestellt und nummeriert! Auf einem Stapel von weiteren 400 Ziegeln, für die im Museum kein Platz mehr ist, liegt ein dickes Heft, in dem jeder der 2.000 Ziegel eingetragen und eingezeichnet ist.

Stolz zeigt er auf seine Lieblingsstücke, die man ihm aus weiter Ferne mitbrachte: aus London, Korfu, Ungarn, Tschechien, Indien, aus der Türkei oder von der Berliner Mauer und sogar einen von der Chinesischen Mauer.

(Auszug aus einem Text von
Gerhard Spanring)

 

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