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| Broschüre NÖ gestalten,
Ausgabe 128 (Juni 2010) |
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Nachhaltiges Bauen – Der Begriff „Nachhaltigkeit“ hat sich in den letzten Der eigentliche Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und entwickelte sich dort bereits Anfangs des 18. Jahrhunderts aus der Not der damals anhaltenden Waldvernichtung heraus. Man erkannte, dass Abholzen alleine die nutzbaren Waldflächen für die kommenden Generationen stark reduziert und nur einen kurzfristigen Vorteil mit sich bringt. Längerfristig wirkende Bewirtschaftungskonzepte waren gefragt, um den Waldbestand dauerhaft (nachhaltig) zu sichern. Nachhaltigkeit im heutigen Sinn defi niert sich in drei Dimensionen: Ökologische Nachhaltigkeit, ökonomische Nachhaltigkeit und soziale Nachhaltigkeit, die gleichberechtigt und einander beeinfl ussend zu beachten sind. Allgemein formuliert ist Nachhaltigkeit somit eine Form der menschlichen Bedürfnisbefriedigung, die die Entwicklung zukünftiger Generationen nicht Damit wird klar, dass die gegenwärtig zu beobachtende Sichtweise lediglich Teilbereiche von nachhaltigem Bauen beinhalten kann. Bauten, die hoch energieeffizient sind, sind zwar im Bereich der Ökologie nachhaltig, müssen dies in den anderen beiden Kriterien jedoch nicht zwingend sein. Die alleinige Betrachtung der Energiekennzahl ist selbst ökologisch fragwürdig, da diese z. B. mit einem hohen energetischen Materialaufwand bei der Errichtung erkauft sein kann, der sich nur bei entsprechend langer Lebensdauer des Gebäudes Nachhaltiges Bauen muss somit als integrativer und gesamtheitlicher Prozess gesehen werden, bei dem über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes beispielsweise folgende Fragen immer wieder gestellt werden müssen:
Ist ein Neubau unbedingt erforderlich oder ist die Adaptierung von Bestehendem möglich? Welche Auswirkungen hat meine Bauführung auf die unmittelbare Umgebung (Nachbarschaft) und den Verbrauch an Naturräumen? Die Messlatte bei der Beantwortung sind dabei unsere Kinder und Enkelkinder, denen wir verpflichtet sind. Nachhaltiges Bauen ist kein Modetrend, es ist ein DI Stefan Schraml
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