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NÖ Gestalte(n) Ausgabe 139

dreieckigen Lichthof. Ein Sichtfenster zum Altarbereich mit Tabernakel ermöglicht es, den Vorraum als Andachtsraum zu nutzen, wenn die Kirche selbst versperrt ist. Am Eingang in die Vorhalle befindet sich der Taufstein, an der nördlichen Außenwand die vierzehn kleinen Fenster der Kreuzwegstatinen. Diese Wand führt außerdem den Blick zur Florianikapelle. Im hohen Kirchenschiff versammelt sich die Gemeinde um den zentral gelegenen Altarraum. Lichtführung Der Altarbereich wird durch eine nach Osten weisende vertikale Öffnung der Wandschale und ein verglastes Dachfeld erhellt. Durch ein Oberlichtband am Dachrand fällt Licht von Osten in den Raum. Über ein tiefsit- zendes Fensterband über dem Chorpodest erhellt die tiefstehende Westsonne den Boden. Möblierung und Ausgestaltung für die liturgischen Feiern Für die liturgische Ausgestaltung wurden Wett- bewerbe für Künstler ausgeschrieben. Prof. Otto Lorenz gestaltete Altar, Ambo, Taber- nakel, Kreuz und Sessio aus den Materialien gefärbter Beton, Krastaler Marmor, geschliffenes Aluminium und Buchenholz. Mag. Silvia Kropf reiter-Weihsbeck entwarf das Tauecken aus Glas, Mag. Tobias Kammerer die Fenster für den Kreuzweg aus mundgeblasenem bemaltem und geätztem Glas. Die Möblierung von Kirche, Sakristei und NebenräumenwurdevondenArchitektengeplant und in Buchensperrholz bzw. Buche massiv ausgeführt. Die der Raumform folgenden, geschwungenen Bankreihen fassen maximal 140 Personen. Konstruktion und Haustechnik Der Kirchenraum wird durch eine Schale aus im Farbton des Weinberglehmes gefärbtem Sicht- beton mit innerer Verkleidung aus Sperrholz- platten gefasst. Die teilweise gelochte Wand- verkleidung aus Holz ermöglicht eine wirksame Beeinflussung der Raumakustik. Auf der Wandschale liegen Dachbinder aus Holz. Das hinterlüete Kaltdach ist mit Kupfer- blech gedeckt, die konvex gekrümmte Sperr- holzverkleidung der Deckenuntersicht verhindert unerwünschte Schallreflexionen. * 40 Der niedere Gebäudetrakt erhielt ein extensiv begrüntes Flachdach. Als Fußboden wurde geschliffener Beton ausge- führt, im Altarbereich ist dieser dunkler gefärbt. Die Isolierverglasungen im Kirchenhauptraum wurden rahmenlos bzw. mit wärmegedämmten Metallprofilen ausgeführt, die Eingangs- und Innentüren sowie die Fenster des Nebentraktes aus Holz. Der Vorplatz wurde mit großformatigen Platten aus gefärbtem Beton mit rauer Oberfläche ausgeführt. In der Kirche wurde eine Fußbodenheizung für die Grundtemperierung und zusätzlich eine Bankheizung installiert. Die Zentrale der Pelletsheizung befindet sich im Altbau und ver- sorgt auch diesen. Zusätzlich zur natürlichen Belüung wurde ein Ventilator im Dach ausge- führt, der die Lu über den Spalt zwischen Wand- und Deckenverkleidung absaugt. Die künstliche Beleuchtung erfolgt in der Kirche überwiegend indirekt über eine Anstrahlung der Decke. Altar, Ambo, Kreuz und Taurunnen werden zusätzlich beleuchtet. GESTALTE(N)

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