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NÖ Gestalte(n) Ausgabe 139

> Barriere-/schwellenfreie Zugänge Dies beginnt bereits beim Parkplatz. Dieser sollte bei Bedarf auf 3,5 m Breite vergrößert werden können, um das Aus- und Einsteigen, sowie das Aus- und Einladen zu erleichtern. Der Weg vom Parkplatz zur Haustür sollte möglichst eben oder nur leicht geneigt sein und kein Quergefälle aufweisen. Rampen sollten mindestens 120 cm breit und maximal 10 m lang sein. Das Gefälle darf 6% nicht überschreiten. Ein überdachter Eingangsbereich macht das Heimkommen angenehmer und sicherer. Zugänge, Durchgänge und Übergänge sollten im gesamten Wohnraum stufenlos und eben sein. Lässt sich ein Niveauunterschied, zum Beispiel durch den Türanschlag bei Eingangstüren nicht vermeiden, so sollte diese Schwelle nicht größer als 2cm sein. > ausreichend Bewegungsraum in den Wohnbereichen In jenen Bereichen in denen man sich umdrehen und manövrieren können muss, sollte ein Bewegungsraum mit einem Kreis von 150cm Durchmesser vorgesehen werden. Das entspricht der Fläche, die ein Rollstuhl zum Wenden benötigt. Daher macht es Sinn darauf zu achten, nicht nur bei der Grundriss- lösung sondern auch bei der Ausstattung auf den notwendigen Platzbedarf zu achten, denn auch Heizkörper oder Möbelstücke können den Bewegungsraum einschränken. > Türlichten von 80 bzw.90 cm Haben alle Türen eine Durchgangsbreite von mindestens 80 cm ist sichergestellt, dass alle Wohnbereich und alle damit verbundenen Einrichtungen erreicht werden können. Um das Durchfahren zu erleichtern, wäre eine Durchgangslichte von 90 cm noch vorteilhaer. Zu groß sollten die Türen aber auch nicht werden, da der Kraaufwand für die Bedienung höher wird. Damit man beim Öffnen der Türe die notwendige Manövrierfläche für eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl gewährleisten kann, sollte der Türöffner von Innenecken oder ähnlichen Hindernissen einen Mindestabstand von 50 cm aufweisen. > Bedienelemente wie Lichtschalter, Steckdosen, etc. Wenn diese Installationseinrichtungen in einer Höhe zwischen 80 und 110 cm angebracht werden, sind sie von allen Bewohnen gut erreichbar. Steckdosen sollten 40 cm vom Fußbodenentfernt sein. Auch bei der Positionierung von Heizkörperventilen, Post- und Sicherungskästen oder ähnlichem sollte darauf geachtet werden, das alle Bedienelemente mindestens 50cm von Raumecken entfernt sind um ein komfortables Erreichen möglich zu machen. > Treppen Stiegen sind für ältere Personen und für Menschen die sich mit Krücken fortbewegen müssen die wohl größte Hürde. Auch wenn die niederöster- reichische Bauordnung dies für Ein- und Zweifamilienhäuser nicht vor- schreibt macht es Sinn bei der Planung der Stiege folgendes zu beachten. Die Treppe sollte eine Breite von 120 cm aufweisen und beidseitig mit einem griffsicheren Handlaufausgestattet sein. Für eine sichere und bequeme Benutzung sollten die Stufen max. 16 cm hoch und 30 cm tief sein und ein geschlossenes Stufenprofil aufweisen. Wer sich für eine gerade einläufige Treppe entschieden hat, kann später einmal sehr einfach einen Treppenli nachrüsten. LEBENSGERECHT PLANEN Werden mögliche Veränderungen der Lebensumstände der Bewohner schon während der Planung und Ausführung berücksichtigt, sind Adaptierungen mit relativ geringem Aufwand möglich. Besonders zu beachten dabei sind: 54 GRENZENLOS... leben ohne Barriere GESTALTE(N)

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