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NÖ Gestalte(n) Ausgabe 140

GESTALTE(N) 23 Hat die bedeutende Architektur des Krankenhauses auch den Baustil der Region geprägt? Es war eher umgekehrt: Boog hatte ganz im Sinne von Otto Wagners angestrebten „Schön- heitsideal“ im „localen Charakter“, der Archi- tektur durch den Einsatz von Sichtziegeln die Baustoffe und Bauweise der Mostviertler Vier- kanthöfebevorzugtunddasregionaleSichtziegel- Streifenmauerwerk (opus romanum) verwendet. Andererseits entstanden natürlich um diese Zeit interessanteJugendstilfassadenanVierkanthöfen. Leider ist nur noch wenig davon erhalten. Ihre neuesten Forschungen zu diesem ema werden im Sommer veröffentlicht. Was erwartet die LeserInnen Ihres neuen Buches? Das Buch wird unter dem Titel „CARLO VON BOOG (1854-1905); DIE PLANUNG DER PSYCHIATRISCHEN KRANKENANSTAL- TEN MAUER-ÖHLING UND STEINHOF“ erscheinen. Es soll wissenschaftlich fundiert, aber doch leicht verständlich, die Pionierrolle der Anlage von Mauer-Öhling verdeutlichen und auch, dass die Anlage von Mauer-Öhling zu Beginn des 20. Jahrhunderts europaweit die modernste Anlage dieser Art gewesen ist. Es soll auch zeigen, dass das zu dieser Zeit da- gewesene, enorme internationale Interesse durch die erstmalige Umsetzung von damals völlig neuen, medizinischen Behandlungs- und Be- treuungsmethoden der Psychiatrie in zeitge- mäßen und revolutionären Architekturformen entstanden ist. Danke für das Interview. T. Hauenfels * Dipl.Ing. Dr. Peter Kunerth, NÖ Landesbaudirektor i.R.

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