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NÖ Gestalte(n) Ausgabe 140

29GESTALTE(N) 31GESTALTE(N) Eigenständigkeit, die sich ins Ortsbild einfügt Der zweigeschossige, kompakte Baukörper mit leicht geneigtem Sattel- dach platziert sich frontal zum Dorfplatz, nimmt die Baufluchtlinie des angrenzenden, ehemaligen Gasthauses Maier auf und schließt den Gemeindeplatz. Durch die grundsätzliche Grundrisslösung eines rechteckig-schlanken Körpers entlang der Grundgrenze parallel zur nordöstlichen Zufahrts- straße und der etwas zurückversetzten Andockung des trapezförmigen Probensaals entsteht ein einladender, durch die großflächige Aus- kragung des Daches, geschützter Vorplatz als Schwellenbereich, der zum Eingangsportal überleitet, den Dorfplatz erweitert und den Blick hinauf zur Kirche und zum Schloss Erla – eine wichtige baukulturelle Markierung des Dorfes – miteinbezieht. Gelebte Bürgernähe durch „Transparenz“  Die Gemeindestube für den kleinen Ortsteil Erla wurde im Erdge- schoß situiert und durch die Transparenz der etwas zurückgesetzten Glasfassaden zum Dorfplatz bzw. dem Gebäudevorplatz hin geöffnet. Den Abschluss im Osten bildet ein Innenhof – ein mit einer Mauer eingefriedeter Gartenbereich, der direkt vom Aufenthaltsraum der Musiker begeh- und nutzbar ist. Durch eine großflächige Glasschiebekonstruktion verschmilzt der Außenraum mit dem Innenraum. Den südlichen Gebäudeteil bildet der aus akustischen Gründen trapezförmige Probensaal des Musikvereins. Er erstreckt sich über zwei Geschoße und ist auch vom Obergeschoß über eine großzügige Eckverglasung einsichtig. Großflächige Verglasungen, horizontale Fensterbänder und vertikale, gebäudehohe Einschnitte in den Fassaden strukturieren die Fläche und geben dem Musikheim den Flair einer „urbanen Kultur- einrichtung“. Ein- und Ausblicke sowie natürliche Belichtung sind gewährt. Eine raumhoher Glasschlitz im rückwertigen Teil des Probensaals stellt den Bezug zum Innenhof her. Credo: „Der Neubau eines öffentlichen Gebäudes darf sich nicht an die bestehende, alte Bausubstanz in karikaturhafter Weise anbiedern, sondern muss einen modernen, eigenständigen, das Ortsbild aufwertenden architektonischen Charakter zeigen.“ Grundriss Ansicht nordwest Ansicht südwest *

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