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GESTALTE(N)12 Erweitere dein Wissen! Das Schnee-Iglu ist kulturgeschichtlich eine Meisterleistung der Architektur. Im Eis der Arktis wurde das Prinzip eines echten Gewölbes beim Bau des Iglus eingesetzt. So eine Behausung kann sehr schnell errichtet werden und wurde ursprünglich von den Inuit, den Einwohnern der Arktis, vor allem bei Jagdausflügen als Schutzhütte aufgestellt. Doch auch feste Wintersiedlungen von Iglus wurden gebaut. Dabei konnte ein solches Schneehaus einen Durchmesser von sieben bis zehn Metern erreichen und wurde monatelang bewohnt. Noch heute, wo die Inuit schon längst in ganz normalen Häusern leben, wird den Inuit-Kindern das Iglu-Bauen in der Schule unter- richtet. Denn die Arktis ist nach wie vor ein sehr kalter, gefährlicher Ort – und sollte man sich im Schneesturm verirren, kann einem ein schnell gebautes Iglu das Leben retten. Bis zu 50° C wärmer Das Wort "Iglo" bedeutet "Haus". Obwohl es ein ganz einfaches Haus ist, bietet es Schutz vor dem Wind sowie Temperaturen, bei denen Überleben möglich ist. Denn im Inneren herrschen durchaus an- genehme Wärmeverhältnisse, da der Schnee als guter Wärmeisolator wirkt. Als normal gelten Temperaturen um den Gefrierpunkt; auf dem höher als den Eingangsbereich gelegten Schlafplatz werden wegen der nach oben steigenden Warmluft sogar Plusgrade erreicht. Im Vergleich mit den Außentemperaturen können durchaus 50° C Unterschied bestehen. So sind beispielsweise bei einer Außen- temperatur von -46° C im Iglu auf Bodenhöhe -6° C und sogar +4° C auf Schulterhöhe möglich. Durch Wärmequellen wie der menschliche Körper oder etwa ein Benzinkocher lassen sich durchaus auch +5° C erreichen. Höhere Temperaturen aber würden zum Schmelzen des Schnees und damit zum Durchnässen der Bewohner führen und dürfen demnach gar nicht vorherrschen. Wir bauen ein Iglu 1. Material Voraussetzung dafür, dass das Bauen starten kann, ist das perfekte Baumaterial, in diesem Fall der passende Schnee, der kompakt und griffig sein muss. Kann man ohne Schi auf dem Schnee stehen, ohne einzusinken, ist der Schnee geeignet. Wer nicht darauf warten will, kann als Vorarbeit den weichen Schnee selbst verdichten (Bereich abstecken, festtrampeln und einige Stunden „ruhen“ lassen). Oft findet man den richtigen Schnee aber auch ganz einfach unter der Neu- schneedecke. Photos/Illustration,Archiv ORTSBILDKIDS!S!!!!!! IGLUEin Schneehaus für alle Zwecke Erweitere dein Wissen!

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