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Noe Ausgabe 143

Alt und neu perfekt vereint Ausgangspunkt war ein viergruppiger Kindergarten aus dem Jahr 1973. Diesen Bestand galt es mit zusätzlichen Gruppenräumen an den heutigen Bedarf anzupassen und ein helles offenes Haus mit viel Kontakt zum Außenraum zu schaffen, das bei den Kindern den Bezug zur Natur stärkt. Materialien, Farben und Licht sollen die Kreativität fördern und sie offen machen, Neues entdecken zu wollen. Bei der Erweiterung auf acht Gruppen verteilt auf zwei Etagen, wurden die bestehenden Bauteile so in den Zubau integriert, dass der Eindruck eines Neubaus entstand. Zentrales Ziel war die Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder sowie der Einsatz möglichst natürlicher Baustoffe. Zunächst wurden einige im Norden gelegene verwinkelte Räume abgebrochen und durch einen Massivbau ersetzt. Der überwiegende Teil der bestehenden Stahlbetonkonstruktion konnte aber in seiner Substanz erhalten werden. Aufgrund der Erweiterung um ein Geschoß war es notwendig, die stark strukturierten Decken vollflächig mit einer neuen Holzkonstruktion zu verstärken. Praktischer Nebeneffekt: Die so entstanden Hohlräume eignen sich hervorragend die zeitgemäße Gebäudetechnik unterzubringen. Das Obergeschoß über dem Altbau besteht aus einem Holzriegelbau mit einer großteils sichtbaren Mas- sivholzdecke. Als Fassadenverkleidung wurden profiliert gehobelte Lärchenbretter verdeckt montiert. Auch in puncto Energiehaushalt entspricht das Niedrigenergiehaus modernsten Anforderungen. Es wird von einem Biomasse-Fernwärme- heizwerk versorgt, zusätzliche Solarkollektoren und Photovoltaik-An- lagen liefern Strom und Warmwasser. 43GESTALTE(N) Der Kindergarten ist für unseren Nachwuchs eine bedeutsame Einrichtung, weil sich die Kinder schon im frühen Alter lange Zeit darin aufhalten. Daher ist es wichtig, dass man für diese Zeitspanne in ihrem Leben, auch außerhalb der familiären Umgebung optimale Bedingungen schafft. Als harmonisches Wechselspiel von Gebäude und Landschaft, eine den Baumaterialien gemäße, aus der Funktion heraus entwickelte Form sowie als eine biologisch, psychologisch und sozial zweckmäßige Architektur lässt sich der erweiterte Kindergarten der Mostviertler Gemeinde Purgstall an der Erlauf trefflich beschreiben. Photos:LoisLammerhuber,AndreasBuchberger,Kinder:PetraEichlinger,StephanSmutny

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