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Noe Ausgabe 143

GESTALTE(N)50 Bauherr: Stadtgemeinde Wolkersdorf Entwurf und Planung: fasch&fuchs.architekten Die Vielfalt entdecken Natur, Blätter, Pflanzen und Tiere – wie der Fasan „Herbert“, der auf seiner täglichen Futtersuche an eine Scheibe klop und die Mietze- katze bei ihrem Rundgang – das alles bringt den Kindern mehr Er- fahrungen, Beobachtungen, Wortschatz und soziale Verhaltensweisen, als aufgesetzte Vorschulprogramme. Nicht zuletzt ist die gebaute Welt ein wesentlicher Faktor um Kindern einen unbefangenen Zugang zu verschiedenen Materialien zu ermöglichen. Beim konkreten Projekt wurden Stahlsäulen und -träger der Primärkonstruktion, sowie Holz- fertigteilelemente z.B. am Dach und Sperrholz-Leichtbauwände möglichst in ihrer Orginalität und unkaschiert belassen. Auch im Spiel geht es immer wieder darum zu erfahren, wie sich unterschiedliche Stoffe anfühlen. Beispielsweise wenn in den Aufenthaltsbereichen vor den Gruppenräumen mit Salzteig geknetet wird oder im Sommer der Wasserspielbereich im Garten zum Pritscheln und Planschen einlädt. Ein ganz eigenes Verbundenheitsgefühl mit dem stofflichen Untergrund bietet auch die Holzterrasse, auf der sich die Kinder gerne ausstrecken. Kluges Energiekonzept Der nicht beheizte Wintergarten steht im Sommer immer offen und läßt sich in der kalten Jahreszeit schließen, um als Wärmepuffer zu dienen und die passive Sonnenenergie zu nutzen. Mit wenigen Aus- nahmen erhalten alle Bereiche des Kindergartens Tageslicht – sei es über das abgestue Dach mit seinen Oberlichten oder über großzügig verglaste Gebäudeeinschnitte. Das ist gesund und spart Energie. Das Niedrigenergiehaus erhält seine Grundversorgung über das örtliche Nahwärmenetz, die Raumheizung erfolgt über eine Fuß- bodenheizung. Eine kontrollierte mechanische Be- und Entlüung mit Wärmerückgewinnung und Wärmespeicherung in einem Grund- wasserbrunnen unterstützt den Temperaturhaushalt. Abschließend sollen noch jene zu Wort kommen, die den Kindergarten tagtäglich nutzen, dort arbeiten und leben: „Wir vermissen nichts“ – besser könnte eine Beurteilung wohl kaum ausfallen. *

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