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Gestalte(n) Ausgabe 144

STAMMEN WIR VOM „HÖHLENMENSCHEN“? Zeichnungen von Menschen der Steinzeit zeigen diese o in Höhlen, wo die ganze Familie ge- mütlich um eine Feuer sitzt. Natürliche Höhlen sind aber meist alles andere als gemütlich. Heute weiß man: Unsere Vorfahren haben Höhlen nur kurzfristig zum Schutz aufgesucht oder sie als Kultstätte genutzt. Zweiteres belegen bis zu 40.000 Jahre alte Höhlenmalereien, die man vor allem in Spanien und Südfrankreich gefunden hat. In diesen mit Tieren ausgemalten Höhlen haben unsere Vorfahren Rituale abgehalten. Gewohnt haben sie dort nicht. Wäre während der Eiszeit in Europa auf Dauer auch viel zu feucht, zu finster und zu kalt gewesen. WOHNHÖHLEN AUS MENSCHENHAND Lange nach der Altsteinzeit, als die Menschen sessha wurden, begannen sie auch in Höhlen zu leben. Allerdings in solchen, die sie selbst – meist in Kalk- oder Tuffstein – neu „ausgehöhlt“ oder erweitert haben. So entstanden – von Mexico bis Australien, vom Iran bis Frankreich – ganze Höhlensiedlungen, die teilweise noch oder wieder bewohnt werden. Ja, sogar neue Wohn- höhlen werden wieder gebaut. VOR- UND NACHTEILE VON WOHNHÖHLEN Zum Bau einer Wohnhöhle braucht man kaum Material. Decke und Wände sind ja schon da. Und wird die Wohnung zu klein, „höhlt“ man sich einfach ein neues Zimmer aus. Das ganze Jahr über herrschen ausgeglichene, behagliche Temperaturen, die um die mittlere Jahresaußenlutemperatur schwanken. Und zwischen Tag und Nacht gibt es wegen der großen thermischen Speichermasse der Erde praktisch keine Temperaturunterschiede. Man hat es also gemütlich - und spart dabei Energie. Wohnhöhlen haben aber auch klare Nachteile. So muss die gesamte Höhle gut gegen Feuch- tigkeit isoliert werden. Die Belüung ist keine Selbstverständlichkeit und muss sorgsam ge- plant werden – auch weil es zum Aufstieg von radioaktivem Radon-Gas kommen kann. Und schließlich: Man hat ein Lichtproblem. Entweder, alle Räume liegen an der Außenwand und haben Fenster, oder man baut spezielle Lichtröhren oder „Skylights“ ein, die das Licht bis zu acht Meter tief transportieren können. HÖHLEN IN NIEDERÖSTERREICH In Niederösterreich gibt es viele natürliche Höhlen. Einige sind ganz besonders schön und können während der Sommermonate von Dir und Deiner Familie auch erkundet werden. H I E R E I N E K L E I N E AU S WA H L : Die Hermannshöhle bei Kirchberg am Wechsel ist die größte Tropfsteinhöhle Niederösterreichs. Die Hochkarhöhle ist eine der tiefsten Höhlen Niederösterreichs. Die Ötscher Tropfsteinhöhle führt zu einem 100 m² großen, unterirdischen See. Die Allander Tropfsteinhöhle im Buchberg hat von allen Höhlen im Wienerwald den reichsten Tropfsteinschmuck. Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und warme Jacken brauchst du für allen Höhlen! 19GESTALTE(N) GEWINNER 143 Elias (10) & Felix (6) Haizinger aus 3400 Klosterneuburg Die Redaktion gratuliert herzlich! Wenn du alles aufmerksam durchgelesen hast, kannst du jetzt sicherlich die Fragen unseres Gewinnspiels beantworten. FRAGE 1) Wie alt sind die ältesten Höhlenmalereien Europas? FRAGE 2) Wie heißen die beiden Gesteinsarten, in welche Wohnhöhlen meist getrieben sind? FRAGE 3) Welches gefährliche Gas kann in Wohnhöhlen aufsteigen Als Gewinn verlosen wir diesmal das Buch WASISTWAS– HÖHLEN UND SO NIMMST DU TEIL Sende einfach eine Postkarte mit den richtigen Antworten und mit Namen/Adresse an: GESTALTE(N) „Ortsbildkids!“ Landhausplatz 1/13 3109 St. Pölten oder sende eine e-mail an: mail@noe-gestalten.at GEWINNSPIEL144 ORTSBILDKIDS! V ! v EINSENDESCHLUSS IST DER 21.Juli 2014 Photos:Archiv,Wordpress,DalePate,Kartchner *

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