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Gestalte(n) Ausgabe 144

GESTALTE(N)50 Bauherr: Weingut Stadt Krems Entwurf und Planung: Architekt Mag.arch. Thomas Tauber Seit 99 Jahren am Stadtgraben Das Weingut Stadt Krems steht, das ist eine Besonderheit, seit langem im Besitz der Stadt, alle Lagen (30 ha) befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen. Es geht auf die Besitzungen der Bürgerspitalstiung sowie aus Stiungen Legaten des kaiserlichen Burggrafen Ulrich von Dachsberg zurück, der schon 1452 die Stadt mit Weingärten beschenkt hat. Bis in die Barockzeit befanden sich Preßhaus und Reifekeller unter dem Rathaus. Seit 1915 befindet sich der Weinkeller im Stadtgraben. Als Mitglied der „Traditionsweingüter Österreich“ sieht es sich der Pflege von historischen und altehrwürdigen Lagen verpflichtet. Respekt gegenüber dem Bestand Tradition verpflichtet natürlich auch dazu, sorgsam mit ihr umzugehen. Die gestalterischen Veränderungen an der Außenfassade halten sich entsprechend in Grenzen, sie schaffen optische Verbindungen zwischen Hauptgebäude und Anbau und auch zwischen Innenraum und Außenumgebung. Das erlaubt Einblicke in den Verkaufsraum, Transparenz und lichtdurchflutete Luigkeit, es vermittelt zugleich einiges von der Klarheit und Frische der Erzeugnisse dieses Weinguts, die regelmäßig höchste Auszeichnungen gewinnen. Nach der Errichtung des neuen Produktionsbereichs 2006 und des unterirdischen Palettenlagers und Tankraums 2012 ist dies der dritte Schritt der Modernisierung. Der Verkaufsraum ist neu errichtet, die über die Fassade vorspringende Verglasung verbindet diesen Verkostungsraum mit dem Eingangsbereich. Ein elegantes Vordach rahmt die Glaswand ein und faßt beides zusammen. Altes neben Neuem Eine neue Treppenanlage, die man auch als Sitzstufe benutzen kann, verbinden sich neue mit alten Elementen. Für die Öffnung des Verkaufsraums nach außen entfernte man zwei bodenhohe Fenster und einen Pfeiler. Innen spricht alles eine gemeinsame Sprache: Die Formensprache des Eingangsbereichs setzt sich im Verkaufsraum fort. Von außen bis innen klingt dieses Architekturwerk in schwarzweißer Gestaltungssprache und im Spiel mit schrägen Flächen. Was uns auch noch aufgefallen ist: die freien Räume, die offene Atmosphäre. Hier kann jede Bouteille einen schönen Auritt haben, der neugierig macht auf das, was in ihr steckt. * Photos:AstridBart,Gansberger,GESTALTE(N)

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