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Gestalte(n) Ausgabe 144

Das „Draußen“ berührt uns tief. Und sicher kennen auch Sie das Gefühl: Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen endlich da sind, zieht es uns unwillkürlich hinaus; auf die Straßen und in die Gastgärten, in die Natur, den Park oder in den eigenen Garten vorm Haus. Denn durch unsere Entwicklungsge- schichte besitzen wir Menschen eine tiefe, kollektive Verbindung zur Natur und ihren Erscheinungs- und Landschasformen. Wir suchen sie. Wir brauchen sie. WIR SIND, WO WIR LEBEN Wir „blühen auf“, wenn uns Blütenpracht umgibt. Wir bauen Stress ab, wenn wir ent- spannt ins Grüne blicken oder uns in der Natur betätigen. Wir fühlen uns zu Hause und sicher, wenn wir durch einen belebten Orte flanieren. Ja, das ist uns vertraut und fühlt sich angenehm an. Selbst dann, wenn wir diesen Ort noch gar nicht kennen. Wir kennen die Situation. Denn wir erfahren unsere kulturelle Zuge- hörigkeit und persönliche Identität durch den Raum, der uns umgibt. Durch unsere Aktivi- täten und Interaktionen geben wir ihm Be- deutung und Charakter. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn ein- ladende Frei- und Grünräume sich positiv auf unsere Stimmung und unsere Gesundheit auswirken. Eine Wirkung, die man gezielt planen kann. Indem man maßgeschneiderten Orten des Wohlbefindens gestaltet, die Raum für Alltagstätigkeiten, Erlebnis und Kontem- plation bieten. WER BRAUCHT WELCHES UMFELD? Wir selbst, als Menschen beiderlei Geschlechts und unterschiedlichen Alters, von verschie- dener Herkun und Arbeits- und Lebens- zusammenhängen, sind die ExpertInnen für unsere Anforderungen und Wünsche. Dies gilt für unser privates Umfeld ebenso wie für größere Planungsvorhaben auf Ge- meinde- oder Regionsebene. Im koordinierten Miteinander – Bauherren, Freiraumplanung, ArchitektundAusführende–vonProjektbeginn an können die größten gemeinsamen Nenner und individuelle Lösungen für Nutzung und Funktion, Design und Ausführung sowie Pflege gefunden werden. Private Ebene: Haus und Garten Hier stehen individuelle Bedürfnisse im Vor- dergrund: Kinder, die „ihren Gatschbereich“ bekommen sollen; der Hobbykoch, der seine Gemüse- und Kräuterecke küchennah zur Verfügung braucht; die Frau des Hauses, die sich ihr meditatives Plätzchen wünscht; die Oma, die ihren barrierefreien Zugang und ein Schattenplätzchen für ein Nickerchen will; und die ganze Familie, die sich auf der hausnahen, wettergeschützten Terrasse zum gemeinsamen Mittagessen tri. „Mittlere Ebene“: z.B. Wohnbau Wo mehrere Generationen miteinander leben, werden spezielle Anforderungen relevant. So spielt die barrierefreie Vernetzung der Über- gänge vom Gebäude ins Freie eine zentrale Rolle. Auch bedarf es adäquater Wege und Beläge, die ausreichend große Gemein- schasplätze erschließen und den Platz für F A C H A R T I K E L FREIRÄUME: UNSERE LEBENSORTE Photos:BrigittaHemmelmeier-Händel 56 GESTALTE(N)

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