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Gestalte(n) Ausgabe 145

11GESTALTE(N) Zunächst schien es, dass Dionysos, der Gott des Weines, den Göttervater ZeuserfolgreichumtrockenesWetterfürdieVeranstaltunggebetenhatte. Daher konnte, wie vorgesehen, pünktlich um 14 Uhr das Fest eröffnet werden. Die Moderation teilten sich DI Petra Eichlinger von Nieder- österreich GESTALTE(N) und Inge Winder vom ORF Niederösterreich. Eine bemerkenswerte Tanzshow bei der die Akteurinnen, nur von einem an einem Kranarm befestigten Band gehalten, grazil zwischen Himmel und Erde schwebten, bildete die Überleitung zum Tagesprogramm. Als Mittelpunkt der historischen Altstadt von Retz bietet der Hauplatz gleich eine Vielzahl von interessanten historischen und baukulturell herausragenden Ein- und Ausblicken. Beginnend mit dem Rathaus, das im ersten Stock mit einem reich geschmückten Festsaal, der bis heute gerne für größere Veranstaltungen genutzt wird, aufwartet. Der daran anschließendeTrauungssaalbeeindrucktevieleGästemitseinenDecken- gemälden,ausgeführtvomgroßenBarockmalerMartinJohannSchmidt, genannt „Kremser Schmidt“. Eine fantastische Aussicht von Rathausturm gab es für alle jene, die keine Höhenangst kennen und auf dem Weg in die unteren Regionen und Kellergewölbe wurden viele Besucher von der frühgotischen Marienkapelle und ihren reichhalltigen Wand- und Deckenfresken in den Bann gezogen. Ein weiteres architektonisches Juwel am Hauptplatz ist das viel bestaunte Sgrafifito-Haus mit seinen Bildern aus der Mythologie. Zwischendurch einmal innehalten um das Gesehene ein wenig einzu- ordnen, konnte man bei den Lesungen von Alfred Komarek in den ehe- maligen Repräsentationsräumen der k.u.k. Weinkellerei am Hauptplatz, wo der Autor seine charmant kauzige Figur des Gendarmeriebeamten Simon Polt zum Leben erweckte. Schräg gegenüber befindet sich das berühmte Verderberhaus mit seiner Fassade im venezianischen Renaissancestil. Spaziert man durch das Ver- derbertor an der Front, gelangt man entweder weiter zum Znaimertor, das an die Nähe zur böhmischen Regionalstadt erinnert oder aber links in den stilvollen Althof Retz, in dem sich Ulli Fessl auf die literarischen Spuren der Weinhistorie begab. Gleich nebenan in den Arkaden gabs feinen Musikgenuß mit dem Berta von Suttner-Quartett. >

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