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Gestalte(n) Ausgabe 145

18 GESTALTE(N)GESTALTE(N) Erweitere dein Wissen! Der Architekt / die Architektin zeichnet stets schöne Pläne, läu mit Mappen über die Baustelle und wird hinterher, wenn ihm sein Bauwerk gelungen ist, sehr gelobt. So die landläufige Meinung – tatsächlich steckt jedoch noch sehr viel mehr dahinter. Ein Architekt / eine Architektin überlegt, wie ein Gebäude überhaupt aussehen soll, damit es gut an seinen Platz passt und wie man gut darin wohnen und arbeiten kann. Dabei weiß er o mehr als die Menschen, die das Haus später benutzen wollen. Das macht ihre Arbeit sehr wertvoll. Jeder sieht das neue Haus Ein Gebäude steht ja auch in der Landscha – in einer Stadt oder mitten im Grünen – und dort sieht man es Tag für Tag. Ein Architekt/ eine Architektin wird deshalb immer große Aufmerksamkeit darauf legen, wie sich das neue Haus in die Umgebung einfügt. Tausend Dinge im Kopf Es sind viele Aufgaben, mit denen der Architekt / die Architektin zu tun hat. Er muss gestalten und entwerfen, aber auch technisch planen, damit dann alles, was er sich ausgedacht hat, auch wirklich funktioniert. Und dann muss er auch noch die Arbeiten auf der Baustelle über- wachen, dass alles wirklich so gemacht wird, wie er es sich ausgedacht hat. Das erfordert sehr viel Wissen, und deshalb ist es kein Wunder, dass diese Ausbildung ziemlich lange dauert. Architekt ist ein sehr alter Beruf Der Beruf des Architekten geht auf die Steinmetzen der mittelalter- lichen Bauhütten (14.Jhdt) zurück. War man dort Geselle geworden, konnte man mit einer weiteren Ausbildung und Meisterprüfung Architekt werden. Wie gut diese Ausbildung war, zeigen die noch erhaltenen jahrhundertealten Bauwerke früherer Zeiten. Erst im neunzehnten Jahrhundert, als es neue technische und bau- technische Errungenschaen, wie z.B. Gußeisen oder Stahlbeton gab, bildete sich die akademische Richtung der Architektur heraus und man unterscheidet heute die Architekten und die Bauingenieure – die Architekten entwerfen das Haus und die Bauingenieure berechnen die Statik, d.h. sie sagen wie dick die Wände und die Decken sein müssen, damit das Haus nicht zusammenfällt. Der Beruf des Architekten hat sich also von der eigentlichen Bauaus- führung heraus entwickelt. Er kümmert sich heute ausschließlich um die Planung und Gestaltung und sorgt dafür, dass hinterher alles so umgesetzt wird, wie man sich das vorher gewünscht hat. Es ist eben in erster Linie ein gestalterischer Beruf. Deshalb fällt es vor allem auf die Architekten zurück, wenn uns ein neues Gebäude gut gefällt – oder eben nicht. Photos:NBArchiv,StiftMelkArchiv,RudolfSemotan,GerhardHeller * ORTSBILDKIDS! Erweitere dein Wissen! Wenn Häuser neu „erfunden“werden DER ARCHITEKT/ DIE ARCHITEKTIN AntonPilgram (*um 1460 in Brünn; †1515 in Wien) war ein mährisch-österreichischer Dombaumeister oder Bau- und Steinmetzmeister der Gotik. Bildnis von Meister Anton Pilgram im Stephansdom in Wien (nördlicher Orgelfuß) „Ein paar wichtige Namen Wer kann auf einer Serviette einHaus entwerfen?

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