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Gestalte(n) Ausgabe 145

GESTALTE(N) 21 lernten die Kinder verschiedene Wohnformen in anderen Ländern kennen und durchdachten anschließend ihre eigene Wohnsituation. Beim Zeichnen der Grundrisse ihrer Wohnungen sowiebeimEntwerfenersterIdeenfüreinenzu- künigen Wohnraum in Form von Collagen setzten sie sich mit unterschiedlichen Eigen- schaen von Räumen auseinander und lernten architektonische Fachbegriffe kennen. Raumdimensionen selbst erleben Um die Fertigkeiten zur Erstellung ihres eigenen Wohn(t)raums zu erwerben, wurden verschiedeneGrundlagenderArchitekturerar- beitet: Durch Ausmessen des Raums mit Hilfe des eigenen Körpers und das Veranschaulichen des eigenen minimalen Platzbedarfs und durch den Bau von Minimalräumen aus Karton wurde das Verständnis der Kinder für Raum- dimensionengeweckt.DieErarbeitungderver- schiedenen Materialien wurde in der freien Natur vertie. Das Verständnis für Licht und Farbe als wesentliche Raummerkmale wurde durch praktische Versuche mit Farben und Farbmischungen, Nachdenken über die unter- schiedliche Wirkung von Farb- und Schwarz- Weiß Bildern, einem Modell zur Licht- simulation und Versuchen erarbeitet. Die Wirkung von Farbe und Licht im Tages- und Jahresverlaufkonntensokennengelerntwerden. Um Grundriss, Aufriss, Schnitt und Ansicht eines Gebäudes richtig lesen und selbst zeichnen zu können, wurde Obst und Gemüse aufgeschnitten und abgezeichnet. In der darauffolgenden Entwurfsübung arbeiteten die Kinder in Vierergruppen. Jede Gruppe über- legte sich zunächst die Gestaltung eines Rau- mes, zeichnete anschließend den Grundriss, einen Schnitt, und eine Ansicht und baute ein Modell. Dabei tauschten die Kinder innerhalb einer Gruppe nach jeweils zehn Minuten ihren Arbeitsplatz. Diese Vorgangsweise erforderte viel räumliches Vorstellungsvermögen, eine besondereAufmerksamkeitsowiedieAbsprache unter den Teammitgliedern. Wohnboxen Nachdem die verschiedenen Funktionen und Bereiche einer Wohnung, die Anordnung der Wohn- und Nebenräume sowie der ungefähre Platzbedarferarbeitetwordenwaren,begannen die Kinder mit dem Entwurf der Wohnboxen. Auf diese Weise sind am letzten Kurstag fünfzehnverschiedeneArchitekturmodelleent- standen, in denen die Kinder ihre persönlichen Wohnvorstellungen umgesetzt hatten. Alle ModellewurdendannzueinemgroßenWohn- komplex zusammengesetzt. „Ich fand es lustig, die Schuhschachteln aus ihrer Form zu bringen. Es war schwierig, alles in einer kleinen Wohnbox unterzubringen und anstrengend, neben dem Entwerfen alles zu schneiden und zu kleben. Am Abend haben wir dann stolz unsere eigenen Wohnboxen betrachtet und finden – Architektur ist toll !“ Referat für Begabungs- und Begabtenförderung im Landesschulrat für Niederösterreich Rennbahnstraße 29, 3109 Sankt Pölten Telefon (02742) 280-45 81 (Petra Summer, Landeskoordinatorin) www.begabtenfoerderung.lsr-noe.gv.at MitteJulifandwiederdieSommerakademie statt, mit der interessierte Kinder aus den vierten Volksschulklassen zielgerichtet gefördertwerden.UnterdensiebenKursen befasst sich einer mit Architektur und Raumgestaltung. Schwerer Stoff, möchte man denken – die sehr gute Aufbereitung ermöglichtjedocheinengutenZugangzum Thema und viele sehr spannende Stunden rund um den Raum, in dem man lebt. Für die Sommerakademie schlagen Schulen in ganz Niederösterreich bestimmte Kinder vor, diemitihrenInteressenundihremEngagement im herkömmlichen Schulbetrieb nicht so ganz aufihreKostenkommen.DieKursesindaufdie jeweiligen Schulformen zugeschnitten. Bei der Volksschul-Sommerakademiegibtesu.a.Kurse mit musischer, physikalisch-chemischer, biolo- gischer oder astronomischer Ausrichtung, von denen die Kinder nach persönlicher Neigung einen wählen können. Grundlagen praktisch vermittelt DerKursArchitekturerschloßseinemadies- mal ganz praktisch – “Mein Wohn(t)raum – Experiment und Alltag” diente u. a. folgen- den Zielen: Schulung der Raumwahrnehmung, des Raum- verständnisses und des Aufzeigens der Gestaltbarkeit von gebauter Umwelt, Beschäigung mit Raumdimensionen, Licht, Farbe und Materialien, Verstehen und Anwenden architektonischer Grundbegriffe und Darstellungsmethoden, Auseinandersetzungmiteigenen Vorstellungen und Wünschen zum ema Wohnen, Wohnkonzepte entwickeln und veranschaulichen. Zwölf Mädchen und drei Buben besuchten den Architekturkurs, um ihren persönlichen Wohn(t)raum zu entdecken, zu entwerfen und im Modell darzustellen. Zu Beginn des Kurses SOMMERAKADEMIE AM SEMMERING Photos:AlexanderGlück

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