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Gestalte(n) Ausgabe 145

29GESTALTE(N) 29GESTALTE(N) Texingtal im Bezirk Melk ist eine typische Mostviertler Gemeinde, in der Land- und Forstwirtscha dominieren. Schon seit mehreren Jahren gibt es Pläne für ein neues Ortszentrum, das die zeitgemäßen Bedürfnisse an so einen Platz erfüllen kann. Im Vorjahr ist der erste Bauabschnitt des Projekts „Dorfmitte“ fertiggestellt worden und dabei entstand ein feines Stück Architektur. Es fügt sich einerseits harmonisch in den Ortsverband ein, andererseits spiegelt die Linienführung des Baukörpers auch die sanen Hügelformen der Umgebung wider, grei natürliche Formen auf und zitiert sie in seiner Detailgestaltung. Konturen eines Gesamtbildes Die Dorfmitte soll als zentraler öffentlicher Raum das Erscheinungsbild der Gemeinde im Ganzen prägen. Mit den hier angesiedelten Einrich- tungen:VereinslokalfürdenortsansässigenMusikverein,sowiederneuen Rot-Kreuz-Dienststelle mit angeschlossenen Garagen werden schon jetzt wichtigefunktionaleAnsprücheerfüllt.ErgänztdurchdasGemeindeamt, das im zweiten Bauabschnitt realisiert werden soll, entsteht ein Gebäude- ensemble mit Begegnungs- und Aufenthaltsbereichen, die mehrmals pro Jahr für Festaktivitäten und andere Veranstaltungen genutzt werden können. Diese Bedeutung als Begegnungsort erfordert einen prägnanten Entwurfdernichtnurzweckorientiertist,sondernauchhohegestalterische Qualität aufweist. Topografie und Nutzungskonzept 2011konntedieGemeindefürihre„Dorfmitte“eingeeignetesundinder Größe entsprechendes Grundstück im Ortsverband erwerben. Die Lage auf einem sanen Hügel ermöglicht barrierefreie Zugänge zu den GebäudentraktenaufmehrerenEbenen.AusnördlicherRichtungerreicht man den Keller, in dem neben den Garagen und dem Multifunktions- raumfürdasRoteKreuz,auchLagermöglichkeitenfürdieGemeindeund denMusikvereinPlatzfinden.NebendenGaragenbefindensichHygiene- und Nebenräume für den Betrieb der Sanitätsdienststelle. Betritt man über den hinteren Kellereingang das Gebäude, gelangt man über eine geradlinig verlaufende Treppe in den zentralen Eingangsbereich des Erdgeschoßes. Von diesem Foyer aus, werden die einzelnen Funktions- bereiche für den Musikverein, die RK-Dienststelle und das im Planungs- stadium befindliche Gemeindeamt erschlossen und verbunden. Es ist somit die Schalt- und Kommunikationsdrehscheibe. Eine flexible Grundrissgestaltung für den Gebäudeteil des Musikvereins ermöglicht den Proberaum und die angrenzenden Zonen bei Bedarf als Veranstaltungssaalzunutzen.DerRegisterproberaumderzumVordach- bereich und zum künigen Dorfplatz orientiert ist, erhielt in der Außen- wand eine Faltschiebewand und kann somit als überdachte Bühne für diverse Veranstaltungen auf dem Dorfplatz verwendet werden. Der Dorfplatz, oder die „Dorfmitte“ ist traditionell das Herz eines Ortes. Hier sind wichtige Gemeinschaftseinrichtungen, hier trifft man sich und tauscht sich aus. Die Anforderungen können sich mit der Zeit ändern, die Bedeutung bleibt.

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