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GESTALTE(N) Ausgabe 146

Die UNESCO hat das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Lichts“ erkoren, um an die elementare Bedeutung des Lichts zu erinnern und auch einen vernünftigen Einsatz dieser Lebens- quelle einzumahnen. In einigen Gemeinden in der Wachau sparen die Beleuchtungskonzepte der Künstlerin Siegrun Appelt nicht nur bis zu über 90 Prozent Energie im Vergleich zu vorher, sondern werfen auch ein angenehmeres und schöneres Licht auf Baudenkmäler und Wege. Wie es scheint, haben die einfache Verfügbarkeit und die Vielzahl der technischen wie gestalterischen Möglichkeiten dazu geführt, dass elektrisches Licht heute so gedankenlos wie nie zuvor eingesetzt wird. Dazu kommt, dass die Glühbirne zugunsten energiesparender Leuchtmittel sukzessive aus dem Verkehr gezogen wird und großflächig neue Beleuchtungskonzepte für Bauten, Straßenzüge und ganze Dörfer und Städte anstehen. Bei der Konzentration auf die positiven Effekte dieser Maßnahmen auf den Energieverbrauch und die Wirtschalichkeit werden allerdings die Auswirkungen des Lichts auf die Natur und das Wohlbefinden der Menschen ebenso häufig vergessen wie dessen Einfluss auf die Ästhetik einzelner Gebäude und des gesamten öffentlichen Raumes. Siegrun Appelt befasst sich seit etlichen Jahren mit dem bewussten Einsatz von Licht. Im Rahmen ihres künstlerischen Forschungs- projekts „Langsames Licht” geht es ihr nicht um die Inszenierung der Beleuchtung im Sinne einer dekorativen Lichtkunst, sondern um das Bewusstmachen der facettenreichen Wirkungen und Wechselwirkungen von Licht. In enger Zusammenarbeit mit Technikern und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen hinterfragt sie Sehgewohnheiten und Auswirkungen von Licht und ergründet die 16 GESTALTE(N) Pfarrkirche St. Nikolaus, Emmersdorf, 2012 – Gesamtansicht Kirche St. Johann im Mauerthale, 2012 – Gesamtansicht

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