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GESTALTE(N) Ausgabe 146

Ökosiedlung namensgebende Gärtnerhof versorgt etwa 200 Menschen mit Gemüse. Diese Personen decken im Gegenzug die Ausgaben des Gemüseanbaues. CoHousing Projekt Lebensraum Vor einigen Jahren erwuchs in unmittelbarer Nachbarscha ein weiteres innovatives Projekt, das CoHousing Projekt Lebensraum. Die verdichtete Wohnsiedlung mit 32 geförderten Genossenschas- wohnungen und Wohnungsgrößen von 55 bis 90m2 ist ähnlich ambitio- niert nach ökologischen Standards errichtet und auf Initiative des Architekten Helmut Deubner, Atelier für naturnahes Bauen, entstanden. Dabei verbindet das 2005 fertiggestellte CoHousing Projekt Lebens- raum ökologisches Wohnen im Grünen mit gelebter Nachbarscha. Eine energiesparende Bauweise mit Passivhauskomponenten und Solarenergie wird ergänzt durch eine Reihe ökologischer Komponenten, wie Pelletsheizung, getrennte Nutz- und Trinkwasserkreisläufe, Regenwassernutzung, Lehmputz, etc.. Vielmehr ist es aber ein Pionier- projekt gemeinschalichen Wohnens. Das architektonische Konzept sieht großzügige Gemeinschaseinrichtungen mit Speise- und Ver- anstaltungssaal, Küche und einem Gemeinschashof im Zentrum der Anlage vor. Der Zugang zu den Wohneinheiten erfolgt über glas- gedeckte Gänge, die viel Raum für ungezwungene Begegnung und Kommunikation bieten. Ebenfalls zur Siedlung gehören ein gedeckter Kinderspielbereich mit eigenem Garten und eine große gemein- schaliche Freifläche von ca. 9000m² für einen Fußball- oder Beach- volleyballplatz, Rodelhügel oder Obst- und Gemüsegärten. Kleine privat nutzbare Eigengärten lassen neben den privaten Wohnungen aber auch Raum für individuelles Leben und Wohnen. * DIDr.EdeltraudHaselsteiner, geboren 1962 in Waidhofen an der Ybbs, nach mehrjähriger Tätigkeit als Sozialarbeiterin, Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien. Seit 2000 freiberuflich tätig mit Schwerpunkt Architektur- und Stadtforschung, Nachhaltigkeit, Soziologie und Kunst. Derzeit Forschungs- und Lehrtätigkeit am Institut für soziale Ökologie (Alpen-Adria Universität Klagenfurt-Wien-Graz) und an der FH Technikum Wien (Master Erneuerbare Urbane Energiesysteme). L I T E R AT U R : Leitner Kurt, Kuzmich Franz: Ausgewählte Siedlungen und Siedlungsprojekte in Niederösterreich. Niederösterreichische Wohnbauforschung Schrienreihe. Bd 1. Amt der NÖ Landesregierung (Hg.). St. Pölten 2000 Raab Peter u.a.: Gemeinschaswohnanlagen in Niederösterreich. Neue Formen des verdichteten Flachbaues in Niederösterreich- heute und morgen. Wien 1992 Fotos: Atelier Deubner 55GESTALTE(N) Eingebettet in eine grüne Oase von Bäumen, Pflanzen und Wasser- anlagen reihen sich die Häuser zu einer kompakten Gruppe. Sicht- ziegelmauern und verglaste Holzkonstruktionen der großen Veranden und Wintergärten fügen sich harmonisch ein. Im Innenbereich dominieren Holzböden und Holzbalkendecken. Nur ein Teil des Grundstücks wurde verbaut. Es bietet sich daher noch innerhalb der Siedlung viel Raum für Spaziergänge und halböffentliche Bereiche. In der unbebauten Häle befinden sich Gärten, die Pflanzenkläranlage und ein Biotop. Gepflasterte Fußwege durchziehen die Siedlung. Auf ihnen können sich Kinder ungefährdet bewegen. Der kleine Dorfplatz mit der Brunnenanlage dient als Treffpunkt, Spielplatz und Ort für Feste. Ebenso wichtig wie das ökologische Konzept war die Idee des sozialenMiteinanders.IndenzugehörigenGemeinschaseinrichtungen, wie Kindergarten, Veranstaltungsraum, Sauna, Spiel- und Grünflächen, ein Badeteich und Nutzgärten, wird gemeinschaliches Leben und Wohnen praktiziert. Ergänzt wird das ökologische Konzept durch den angrenzenden Land- wirtschasbetrieb. Er wird ebenfalls gemeinschalich und zudem öko- logisch-biologisch geführt. Der seit 1978 bestehende und für die

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