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GESTALTE(N) Ausgabe 147

12 GESTALTE(N)GESTALTE(N) VERSINNBILDLICHTES OSTERGEHEIMNIS Zentral und unmissverständlich kündet das raumgreifende Holz- kreuz in der Osterkapelle von der Auferstehung Jesu Christi. Zum Altar wurde ein kubischer Block aus Gollinger Konglomerat, der auf jenen Stein verweist, mit dem das Grab des Sohnes Gottes verschlossen war, das in der Kapelle als quadratische Aushöhlung symbolisch dargestellt ist. Die Funktionalität der Sitzgelegenheiten für die Glaubensgemeinschaft, die – wie auch das Kreuz – aus Nussholz gefertigt wurden, ist hoch: platzsparend wurden unter der Sitzfläche Fächer für die Gebetsbücher sowie eine Beleuchtung oberhalb des Kopfes integriert. QUERGEDACHT Die Längsausrichtung des Korridors wurde von den Architekten bewusst hinterfragt und anstelle dessen durch die Querstellung der Raumorganisation ein Paradigmenwechsel vollzogen. „Damit konnte das Kommunikative wirklich sehr gut zum Ausdruck gebracht hat“, betont Propst Maximilian Fürnsinn, der als einen wichtigen Auftrag zeitgenössischer kirchlicher Architektur nennt, „die schöne „Höhle“ Gottes auszudrücken“. Die Gemeinschaft gruppiert sich unter Verzicht auf hierarchische Strukturen auf schlichten Bänken um den Kern der heiligen Zone.

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