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GESTALTE(N) Ausgabe 147

26 GESTALTE(N) * Bauherr: Marketagent, Mag. Thomas Schwabl Entwurf und Generalplanung: junger & beer architektur zt-gmbh Photos:junger&beerarchitekturzt-gmbh,GESTALTE(N) Grundriss mit der Dachhaut eingebauten Dachflächenfenster nehmen die Fassadenteilung auf und wirken im Innenraum als großzügige Atelierverglasungen. Farbig sind sie mit der Dachhaut abgestimmt und fügen sich somit harmonisch in das Gesamtbild ein. Viel Sorgfalt wurde auch bei der Deckenkonstruktion aufgewandt: Wo es möglich war, wurde die alte Dippelbaumdecke über dem Erdgeschoß erhalten, ergänzend kamen Stahlbetondecken zum Einsatz. Die Stiegenläufe zum Obergeschoß sind mit massiven Stahl ausgeführt. Selbstverständlich wurde auch die Infrastruktur des Hauses mit Sanitär- und Elektrotechnik auf den Stand der Zeit gebracht. So erhielt die gesamte Nutzfläche eine Fußbodenheizung, die an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen ist. Wie aus einem Guß Insgesamt entstand durch die räumliche Erweiterung eine flexible, großzügige Bürolandschaft, die sich über zwei Ebenen erstreckt. In einer dritten Ebene, dem ehemaligen Weinkeller, sind heute die Sanitär und Lagerräume untergebracht. Sichtbetondecken, versiegelte Estrichböden, gewachste Stahlelemente kombiniert mit weißem Kalkputz schaffen eine räumliche Grund- stimmung von gelassener Eleganz, die durch ein fein abgestimmtes Farbkonzept in Schwarz-, Grau- und Weißtönen ergänzt wird. Ein Eindruck, der mit gezielt platzierten Blickfängen und Zitaten aus historischem Industriedesign noch verstärkt wird: Hier eine riesen- hafte Neonletter, die den Raum in farbiges Licht hüllt, da eine Bahnhofsuhr, die beim Betrachter spontan sentimentale Gefühle hochkommen lässt oder große Fabrikleuchten, die den Eingangs- bereich überlagern. Die großzügig dimensionierten Fassadenöffnungen ermöglichen die Verbindung zwischen Innen- und Außenraum und schaffen ein breites Blickspektrum, das die vielfältigen, sich ständigveränderten Farb- und Lichtstimmungen der Natur erlebbar macht und ein kreatives und konzentriertes Arbeiten fördert – ganz wie es der Bauherr im Sinn hatte.

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