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GESTALTE(N) Ausgabe 147

36 GESTALTE(N) Ausblicke, Licht, Privatheit und die starke Beziehung zur Natur und zum Garten sind unverzichtbare Dinge für den Fotografen und Bauherrn dieses formal bewußt schlicht gehaltenen Hauses. Von Anfang an hat die Verbindung aus Malerei und realitätsgetreuer Abbildung die Phantasie der Fotografen beflügelt. Heute bietet sie Raum für künstlerisches Schaffen, das weit über die Grenzen von Pixeln, Bits und Bites hinaus führt. Das wichtigste Medium des Fotografen ist naturgemäß das Licht und so stand bei der Konzeptio- nierung eines Gebäudes, das sich gleichermaßen zum Wohnen wie auch zum Arbeiten eignen sollte, Offenheit und Durchlässigkeit für Tageslicht ganz oben im Anforderungskatalog. In diesem Sinne begleitete der Planer die Bauherren von Anfang an auf vielfältigste Weise. Belichtungswinkel, Ausblicke und mögliche Einblicke wurden bedacht und berücksichtigt. Da das Nachbar- grundstück zum damaligen Zeitpunkt noch unbebaut war, galt es auch eine zukünftige Bebauung in den Planungsprozess mit einzubeziehen. Öffentlichkeit versus Privatheit Das Projekt liegt in dicht besiedelter Lage auf einem steil zum Wald abfallenden, dreieckigen Grundstück, das durch eine eher unglückliche Parzellierung entstand. Eine der anspruchsvollsten Aufgaben für den Planer war es daher, ausreichend private Innen- und Außenräume zu schaffen, die gleichzeitig optimal nutzbar und hell sind. Der Baukörper wurde daher soweit wie möglich an die west- und nordseitige Bebauungsgrenzen gelegt. Zwischen Öffentlichkeit und Privatheit wurden zwei „Filter“ eingebaut. Eine erdgeschoßige Ein- friedung an der westlichen Grundgrenze erweitert sich an der gesam- ten Nordseite zu einer „dienenden Zone“, die Haustechnik, Abstell- und Nebenräume umfasst und an der Westseite des Wohngebäudes in

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