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GESTALTE(N) Ausgabe 147

37GESTALTE(N) einen intimen, abends besonnten Hof übergeht. Zum öffentlichen Raum bildet das Gebäude mit den zugeordneten Nebenräumen eine natürliche Grenze. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten im Einfamilienhausbau blieb der Vorplatz uneingefriedet und erweitert so den Straßenraum zur Begegnungszone in der Kinder herumtollen können und die auch gerne für nachbarschaftliche Feste genutzt wird. So groß wie nötig – so klein wie möglich Wichtige Planungskriterien waren den Flächenverbrauch und die Erschließungsflächen zu optimieren. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde auf eine Unterkellerung verzichtet und generell ein „allzu viel“ vermieden. Statt einer kontrollierten Wohnraumlüftung wurden daher nur die Schlafräume dezentral belüftet. Dennoch wurde eine nach- haltige Energieversorgung mit Pellets realisiert und das bei minimalem Raumbedarf. So konnten auf einer Fläche von nicht einmal 9 m2 das Pelletslager,derHeizkesselunddieElektrozentraleuntergebrachtwerden. Außen kompakt – innen offen und weitläufig Auffallend ist die strenge kubische Form des äußeren Erscheinungs- bildes, das von der Materialität und der grafischen Struktur der säge- rauhen, weiß lasierten Fassadenbretter geprägt ist. Licht- und Schatten, Tages- und Jahreszeiten werden auf unterschiedlichste Weise reflektiert. Die nahezu rahmenlos in die Fassade integrierten, weißen Holzfenster ergänzen das homogene Erscheinungsbild, das in reizvollem Wechsel- spiel und Kontrast zur Umgebung steht. Diese bringt die Farben in die Architektur. Sei es der sich stetig verändernde, unmittelbar angrenzende Wald, die üppigen Bepflanzungen, oder der blühende Innenhof. Farbe, Reflexionsverhalten und Haptik der Oberflächen waren für die Bewohner nicht nur beim Fassadenmaterial wesentlich. Der Anspruch

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