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GESTALTE(N) Ausgabe 147

GESTALTE(N)50 Sanfte Erneuerung mit vielen sinnvollen Detaillösungen Aufgrund des allgemein guten Zustandes der Bausubstanz – eine gründliche Renovierung war bereits in den 50er-Jahren erfolgt – konnte die Neugestaltung sehr sensibel durchgeführt werden. Anstelle eines Voll- wärmeschutzes wurden die Hohlräume zwischen den Vorsatzschalen aus Eternitplatten und den Ziegelwänden mit Steinwolle gefüllt. Die Dämmung der obersten Geschoßdecke erledigte der Bauherr mit Polistyrolplatten in Eigenregie. Die originalen Kastenfenster brauchten nur einen neuen Anstrich, wurden aber teilweise mit Sicherheitsglas aus- gestattet. Unter grauen Fliesen verborgene rotbraune Terazzo-Böden wurden freigelegt und in den Wohnräumen neue Langdielenböden verlegt. Die Haustechnik musste hingegen völlig eneuert werden. Es wurden neue Elektro- und Sanitärinstallationen eingebaut und eine modere Gastherme installiert. Außerdem gibt es jetzt Sanitärräume in jedem der beiden Stockwerke. Für andere, die das Abenteuer Bauen wagen wollen, hat der Bauherr übrigens so manchen nützlichen Tipp parat: Etwa, dass man seinen Architekten auch in vielen kleinen Details vertrauen sollte. Sie wissen, welche Böden man legt, welche Decken man absenkt, welche Träger man versteckt, welche Holzbänke ein Fenster braucht, wo mit Fixverglasung gearbeitet werden soll und welche Dimension ein Raum haben muss, um angenehm zu wirken. Diese kleinen Details sind die elegant gesetzten Satzzeichen einer Geschichte, egal ob sie nun zu Papier gebracht oder mit Ziegeln erzählt wird. Spektakuläre Ausblicke Wenn die Kinder nun durch die Glaswand schauen, bietet sich ihnen zu jeder Jahreszeit ein sensationelles Spektakel. Baumkronen, die von unten beleuchtet werden, Vögel und Eichkätzchen oder im Winter die feinen Strukturen verschneiter Äste. Eine Kulisse, die immer schon da war, aber nie entdeckt wurde. Und der Bauherr verbringt jetzt einen Gutteil seiner Freizeit auf der Terrasse unter den Schattenspendern. In der kalten Jahreszeit blickt er stolz auf die Obstbäume seiner Großmutter und freut sich auf den nächsten Sommer. Bauherr: Ein Wiener Journalist Entwurf und Generalplanung: Sue Architekten *

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