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GESTALTE(N) Ausgabe 148

17GESTALTE(N) em Mythos der Energieeffizienz und der fragwürdigen Vorstellung, neu be- deute in jedem Fall auch besser, werden heutzutage in der Althaussanierung viele hochwertige Bauteile geopfert. An erster Stelle stehen hierbei die bewährten Kastenfenster. O werden sie nur wegen abblätternder Farb- schichten oder Zugeffekten als defekt erklärt und das führt dann vorschnell zu dem Ergeb- nis, dass die Bestände komplett ausgetauscht werden. Dadurch verliert aber das Gebäude einentscheidendesgestalterischesElementder Fassade und wird seiner Identität beraubt. Das Rad nicht neu zu erfinden... ...sondern am Laufen zu halten, ist eine kluge Devise, die den so gerne verwendeten Begriff „Nachhaltigkeit“ mit Leben erfüllt und gleich- zeitig Kosten spart. So geschehen in Bad Pira- warth, dessen ehemalige Volksschule nun einen Kindergarten beherbergt. Damit es die Kleinen auch im Winter so richtig warm und wohlig haben, sollten die alten, vermeintlich kaputten Fenster neuen energieoptimierten Exemplaren weichen. Bei einem denkmalgeschützten Ge- bäude bedeutet das aber einen hohen Aufwand mit enormen Kosten in Kauf zu nehmen. Dies veranlasste die Gemeinde mit Nieder- österreich GESTALTE(N) in Kontakt zu treten. Wir informierten über die Möglichkeit, sich in der Kartause Mauerbach, dem Informations- und Weiterbildungszentrum für Baudenkmal- pflege des Bundesdenkmalamtes fachliche Hilfe holen zu können. Denn alljährlich stehen dort am „Tag der offenen Kartause“ Fachleute für alle Fragen und Anliegen der Restaurierung zur Verfügung. So auch der Restaurator Johannes Mosler, der vermittelt, wie die richtige Instandsetzung und Pflege von historischen Holzteilen funktioniert. > D Die Rettung und Sanierung der originalen Kastenfenster der ehemaligen Bad Pirawarth Volksschule, ist ein gutes Beispiel für Reparaturkultur und wurde zur Erfolgsgeschichte.

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